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Vereinsleben

11.05.2015

Ein Haus für alle

Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit wurden das Gemeinschaftshaus und der Dorfplatz von Grimoldsried am 4. September 2005 feierlich eingeweiht.
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Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit wurden das Gemeinschaftshaus und der Dorfplatz von Grimoldsried am 4. September 2005 feierlich eingeweiht.

Seit zehn Jahren kommt Grimoldsried im Gemeinschaftshaus zusammen. Das wird jetzt gefeiert

Vor zehn Jahren bekam das kleine Staudendorf Grimoldsried wieder eine Mitte. Nach dem Verlust von Schule, Pfarrhof und Dorfwirtschaft nahmen die Bürger die Sache selbst in die Hand und bauten ein Haus für die Vereine und die Dorfgemeinschaft. Das schmucke Bürgerhaus ist heute aus dem (Vereins-)Leben in dem Mickhausener Ortsteil nicht mehr wegzudenken. Zum zehnten Geburtstag veranstaltet der Trägerverein (siehe Infokasten) im Sommer ein großes Fest.

In einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion schulterten die Grimoldsrieder damals das große Projekt. Über 10000 freiwillige Arbeitsstunden wurden während der knapp zweieinhalbjährigen Bauzeit von der Dorfgemeinschaft des 200-Einwohner-Ortes geleistet. Durch diesen ehrenamtlichen Beitrag konnten die Kosten – überwiegend getragen von der Direktion für Ländliche Entwicklung (DLE) in Krumbach und von der Gemeinde Mickhausen – in einem überschaubaren Rahmen gehalten werden.

Die Geschichte des Hauses reicht gut dreißig Jahre zurück: Nach einem Großbrand vom Juni 1984 war die Brandruine in der Angerstraße über viele Jahre hinweg ein Schandfleck mitten im Dorf. Auf Betreiben der Bürgerschaft erwarb die Gemeinde Mickhausen im Jahr 2000 das Grundstück und räumte die Brandruine ab.

Am 15. Mai 2003 setzte der damalige bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller den offiziellen ersten Spatenstich. Treibende Kraft und „Motor“ bei der Planung und beim Bau des Bürgerhauses war vom ersten Tag an Walter Lämmermeyer, der Zweite Bürgermeister und Vorsitzende der „Eintracht“-Schützen. Schon am 14. November 2003, ein halbes Jahr nach Baubeginn, konnte Richtfest gefeiert werden. Am 4. September 2005 wurde das neue Ensemble im Ortszentrum von Dr. Emmeram Kränkl, dem damaligen Abt des Augsburger Benediktinerstifts St. Stephan, feierlich eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Nun ist die „gute Stube“ von Grimoldsried eine Heimstatt für vielfältige Unternehmungen der Vereine im Jahreslauf, aber auch für private Feiern und für externe Veranstaltungen, für die das Haus angemietet werden kann. Das komplette Management läuft unter der Regie des Trägervereins. Von der Buchung bis zur Bewirtung wird alles von Ehrenamtlichen mit viel Herzblut erledigt. Das ganze Gebäude ist unter den beteiligten Vereinen aufgeteilt. Im Erdgeschoss sind das Feuerwehrgerätehaus mit zwei Stellplätzen, ein Gastraum, sowie Küche und Toiletten untergebracht. Das Obergeschoss beherbergt einen 160 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal mit Schießständen. Im Untergeschoss befinden sich ein Raum für die Pfarrei St. Stephan, sowie die Heizung und ein Lagerraum. Den angrenzenden Dorfplatz ziert ein Brunnen aus zwei großen Basalt-Findlingen. Ein Bildstock aus Granit, das Fundament für den Maibaum, Bäume und Sträucher, eine befestigte Feuerstelle und die „Speaker’s Corner“ komplettieren das gepflasterte Ensemble. Ein Ort, an dem man gerne zusammenkommt.

Zum Festauftakt am Samstag, 18. Juli, gastiert ab 21 Uhr die Band Village im Festzelt. Zeltöffnung 20 Uhr, Einlass ab 16 Jahren, Eintritt fünf Euro. Der Festsonntag, 19. Juli, beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst und Frühschoppen, umrahmt von den Schmuttertaler Musikanten. Ab 14 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Den Ausklang bestreitet ab 19 Uhr die Blaskapelle Konradshofen.

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