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20.07.2010

Ein "Hüttendorf" auf dem Lechfeld?

Königsbrunn Die ersten Bebauungsplanänderungen, die das Ziel haben, bislang nicht zugelassene Nebengebäude wie etwa Gartenhäuschen auch nachträglich noch zu genehmigen (wir berichteten), sind noch nicht umgesetzt, da liegen der Stadtverwaltung schon weitere Anträge auf Änderungen der Bebauungspläne in anderen Wohngebieten auf dem Tisch.

Anwohner aus den Baugebieten 100 (Nördlinger und Donauwörther Straße) und 8A (Edelweißring) haben entsprechende Anträge gestellt, erläuterte Rainhard Schöler, Mitarbeiter im Bauamt, in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. "Doch das Problem der Antragstellerin am Edelweißring wird eine Bebauungsplanänderung, wie wir sie zurzeit in anderen Wohngebieten vornehmen, nicht lösen", stellte Schöler fest.

Kleintierhaltung hat der Stadtrat damals ausgeschlossen

Denn die Frau will ein Nebengebäude zur Kleintierhaltung nutzen. Doch in diesem Wohngebiet sind bislang nicht nur Nebengebäude außerhalb der Baugrenzen unzulässig, die Stadträte haben darüber hinaus im Bebauungsplan 8A ausdrücklich Anlagen zur Kleintierhaltung verboten.

Ein "Hüttendorf" auf dem Lechfeld?

Dennoch wird der Stadtrat am heutigen Dienstag, 20. Juli, gemeinsam mit dem Änderungsantrag für das Baugebiet 100 auch über diesen Antrag beraten. Das werden wohl nicht die letzten Anträge sein, mutmaßte Alwin Jung (Grüne) und fügte etwas ironisch hinzu: "Königsbrunn wird jetzt zum Hüttendorf."

Änderungen werden vier Wochen im Rathaus ausliegen

Gemeinsam mit den bereits beschlossenen Änderungen der Bebauungspläne für die Baugebiete 102 (Kemptener Straße und Füssener Straße) und 105 (nördlich der Königsallee) werden die eventuell heute beschlossenen Änderungen vier Wochen öffentlich im Rathaus ausliegen, erklärte Andreas Eser vom Presseamt der Stadt auf Anfrage unserer Zeitung.

Man wolle die bisher eingegangen Änderungsanträge so weit wie möglich zusammenfassen, damit der Arbeitsaufwand in der Stadtverwaltung gering bleibe. Wenn keine Einwände gegen die Bebauungsplanänderungen erhoben werden, werden diese im Herbst rechtskräftig.

Vorher können deshalb noch keine Bauanträge für Gartenhäuschen gestellt werden, "denn die müsste das Bauamt nach der heutigen Rechtslage alle ablehnen", so Eser. (maker)

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