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Bobingen

21.09.2019

Ein Leben zwischen Bobingen und Panama

Christine und Bernd Trautwein erzählten von ihren vielen Abenteuern und Reisen, als Bürgermeister Bernd Müller (rechts) dem Ehepaar zur goldenen Hochzeit gratulierte.
Bild: Ingeborg Anderson

Christine und Bernd Trautwein zogen um die Welt und genießen jetzt die Heimat – bis es wieder kalt wird. Die Liebe auf den ersten Blick war zunächst einseitig.

Es ist ein turbulentes Leben, von dem Christine und Bernd Trautwein anlässlich ihrer goldenen Hochzeit erzählen. Begonnen hat ihr gemeinsamer Lebensweg in Augsburg schon im Kindesalter. Die Familien der beiden zogen etwa zur gleichen Zeit in dieselbe Wohnanlage – Bernd Trautwein war damals 15, Christine 12 Jahre alt. Er erinnert sich an die frühe Zuneigung: „Ich wusste schon damals, dass das meine Frau wird“, sagt er und schmunzelt. Aber diese Liebe auf den ersten Blick war zunächst einseitig. Christine schwärmte für einen anderen Jungen. Doch Bernd blieb am Ball, bis sie sich in ihn verliebte. Im September 1969 heirateten die beiden in Hamburg und feierten darauf im Augsburger Hotel Ost.

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Als Vertriebsleiter einer großen Computerfirma war Bernd Trautwein viel unterwegs, während seine Frau den Haushalt und die beiden Söhne managte. Das erforderte Flexibilität und Einfallsreichtum, denn die junge Familie zog nicht nur öf-ter innerhalb Deutschlands um, es gab auch häufig Gäste – nämlich Geschäftspartner ihres Mannes – zu bewirten. Bei all dem verfolgte Bernd Trautwein ein Ziel: Er wollte im Alter von 50 Jahren aufhören zu arbeiten, zusammen mit seiner Frau ein neues Leben beginnen.

Das Haus gegen einen großen Katamaran eingetauscht

Das Paar beschloss daher, nachdem die beiden Söhne erwachsen waren, auf große Reise zu gehen. Sie tauschten ihr Haus gegen einen großen Katamaran ein und segelten los. Zunächst über den Atlantik. Geplant waren ursprünglich einige Monate, es wurden aber vier Jahre in der Karibik daraus. Im Jahr 2000 eroberten sie dann den Pazifik und waren insgesamt mehr als 13 Jahre unterwegs. „Sehr schön waren immer wieder die Begegnungen mit anderen Menschen, was sich daraus ergab und die Hilfsbereitschaft unter den Seglern“, sagt Christine Trautwein rückblickend.

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In diesen Jahren bewältigten die Eheleute gemeinsam Gefahren, Herausforderungen und hatten einmalige Erlebnisse. Das schweißt zusammen und schafft unvergessliche Erinnerungen. „Die Kunst ist, wirklich miteinander zu reden. Es gibt immer eine Lösung“, erklärt Bernd Trautwein das, was in einer guten Ehe wichtig sei.

Jeder hat seine eigenen Interessen und Hobbys

2012 zogen die beiden nach Bobingen. Hier ist quasi ihre Sommerresidenz, denn die kalte Jahreszeit verbringen sie in ihrem Haus in Panama. Obwohl jeder seine eigenen Interessen und Hobbys hat, haben Bernd und Christine Trautwein auch Rituale eingeführt, ihre Zeit gemeinsam zu verbringen, sie speziell zu machen – etwa indem sie ihr Fernsehgerät schon vor langer Zeit abschafften und zum Beispiel durch Spieleabende ersetzten.

Sie, die gelernte Dekorateurin, malt und gestaltet kunstvolle Spiegel. Außerdem schreibt sie gerade ein Buch über ihre Reiseabenteuer. „Eigentlich legen wir nicht so viel Wert auf Hochzeitstage“, sagen Christine und Bernd Trautwein übereinstimmend, als Bürgermeister Bernd Müller die Glückwünsche der Stadt überbrachte. Aber diesmal machen sie eine Ausnahme und feiern in kleinstem Familienkreis gemeinsam mit den Söhnen am Chiemsee. So ist zu erwarten, dass das Leben der Trautweins auch weiterhin abwechslungsreich bleibt.

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