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Klimmach

20.12.2017

Ein Ohrenschmaus am dritten Advent

Das Blasorchester der Schwarzachtaler überzeugte mit festlicher Weihnachtsmusik in der Klimmacher Kirche.
Bild: Hieronymus Schneider

D’Schwarzachtaler Musikanten bringen festliche Weihnachtsmusik in die Klimmacher Kirche.

Kirchenkonzert zur Vorweihnachtszeit der Schwarzachtaler Musikanten aus Waldberg hat Tradition und einen sehr guten Ruf. „Auf diesen Ohrenschmaus haben wir uns schon lange gefreut“, war rund um die Klimmacher Pfarrkirche Mater Dolorosa immer wieder zu hören. Denn die Waldberger Musikanten hatten diesmal die Kirche des Nachbarortes für ihr festliches Konzert gewählt.

Die Klimmacher wussten dies zu schätzen und kamen in Scharen, natürlich fanden auch viele Waldberger den Weg vom Bobinger in den Schwabmünchner Ortsteil. Auch Bobingens Zweiter Bürgermeister Klaus Förster und Jürgen Weber, der Bezirksvorsitzende des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, ließen sich dieses Konzert nicht entgehen. Markus Kugelmann, der Vorsitzende des Musikvereins D’Schwarzachtaler, führte durch das Programm und ließ Beschreibungen der einzelnen Musikstücke auf den Kirchenbänken verteilen, sodass der Musikgenuss nicht durch Zwischenansagen unterbrochen werden musste.

Burg wird in Irland verteidigt

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Zur Ouvertüre erklang der walisische Kirchenhymnus „A Festival Chime“, gefolgt von der Titanic-Filmmelodie „My heart will go on“. Beide Werke wurden hervorragend von den Jungbläsern unter der Leitung von Stefanie Fischer intoniert. Erste russische Klänge des Komponisten Nicholas Rimsky-Korsakov brachte die Dirigentin Diana Brandmair mit der Jugendkapelle in den weiten Kirchenraum. Bei der Komposition „Irish Castle“ von Markus Götz wurde das Publikum auf die Grüne Insel entführt, wo eine Burg verteidigt und am Ende mit ausgelassenen Tänzen gefeiert wurde.

Mit einem der beliebtesten deutschen Weihnachtsmelodien, dem Siegeschor „Tochter Zion“ von Georg-Friedrich Händel, verabschiedete sich die Jugendkapelle und überließ die Bühne des Altarraumes dem großen Blechbläserensemble mit seinem Dirigenten Markus Kolb. Mit dem Werk „Trumpet Tune and Air“ des englischen Barockkomponisten Henry Purcell schufen die Blechbläser den perfekten Übergang zum großen Blasorchester, ebenfalls unter dem Dirigat von Kolb. Mit der „Jupiterhymne“ aus der Suite „The Planets“, welche der Engländer Gustav Holst mitten im Ersten Weltkrieg komponierte, begann das Finale der Extraklasse.

Mehrfach preisgekröntes Orchester

In der vorgeführten Bearbeitung von Johan de Meij wird dieses farbenreiche Beispiel der Orchesterliteratur des 20. Jahrhunderts heute häufig als Soundtrack in Computerspielen verwendet. Mit dem feierlichen „Choral for a Solemn Occasion“ des Niederländers Marc van Delft leitete Kolb sein mehrfach preisgekröntes Orchester in das Finale der russischen Musik. Bei den Wertungsspielen des zu Ende gehenden Jahres in Schwabmünchen waren die Schwarzachtaler als einzige Musikkapelle in der Höchststufe angetreten.

Die weltberühmte Ballettmusik „Der Nussknacker“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky mit dem legendären Tanz der Zuckerfee, dem russischen, arabischen und chinesischen Tanz bis zum Blumenwalzer interpretierten die Schwarzachtaler ganz im Stil eines großen Sinfonieorchesters. Bei der „Russischen Weihnachtsmusik“, welche der Amerikaner Alfred Reed im Jahre 1944 in Denver erstmals aufführte, wechselten sich ruhige, schwebende Passagen mit singenden und zwitschernden Soli im Altsaxofon und der gigantischen Klangfülle aller Blasinstrumente ab. Mit dem Bach-Choral „Jesus meine Freude“ und dem bekannten Kirchenlied „Macht hoch die Tür“, bei dem die Zuhörer kräftig mitsangen, verabschiedeten sich die Schwarzachtaler Musikanten vom Publikum.

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