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Auszeichnung

29.11.2019

Ein Orden für einen Fahrradpionier

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat bei einem Festakt in München Armin Falkenhein aus Bobingen das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.
Bild: Sammy Minkoff

Armin Falkenhein hat Radlern auch den Weg als politisch anerkannte Verkehrsteilnehmer geebnet

Hohe Auszeichnung für Armin Falkenhein aus Bobingen: Der Bundespräsident hat ihn mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat es ihm bei einem Festakt in München überreicht und dabei die Verdienste des langjährigen Landesvorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) gewürdigt.

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Falkenhein sei ein wahrer Pionier des Verkehrsmittels Fahrrad, der mit Recht stolz darauf sein kann, was er in all den Jahren für den ADFC und die vielen Hunderttausenden Radfahrerinnen und Radfahrer vollbracht habe, so Herrmann.

Schon früh habe der heutige Ehrenvorsitzende des ADFC Bayern „die Bedeutung des Radverkehrs erkannt und mit beispielhaftem Engagement das Radfahren in das Blickfeld der Öffentlichkeit und der Politik gerückt.“

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„Das habe ich nicht erwartet, das gibt uns Radfahrern noch mehr Rückenwind für unsere Anliegen“, reagiert Falkenhein auf die Auszeichnung. Mit Blick auf die Situation in den Städten fügt er hinzu: „Jetzt wird es erst richtig ernst! Denn um den Verkehrsraum gerecht aufzuteilen, müssen wir dem Autoverkehr Platz wegnehmen.“

Seit mehr als drei Jahrzehnten setzt sich Armin Falkenhein für die Förderung des Radverkehrs in Bayern ein. Zuerst als Sprecher des Augsburger Radlerforums, dann als Vorsitzender des ADFC-Bezirksverbands Bayerisch-Schwaben und später 19 Jahre lang als Landesvorsitzender des ADFC Bayern. Auch auf Bundesebene war er in verschiedenen Gremien der Radfahrorganisation engagiert, unter anderem bei der Leitbildentwicklung des Fahrrad-Clubs.

Als der gebürtige Lindauer 1986 dem Club beitrat, war Radfahren auf politischer Ebene und in der öffentlichen Wahrnehmung höchstens ein Randthema. Falkenhein hat das Radfahren schon damals als zukunftsweisend eingeschätzt und alles dafür getan, den Radverkehr hoffähig zu machen. Mit umfangreichen Aktionen und sehr viel organisatorischer Arbeit gelang es ihm, das Fahrrad als praktisches und intelligentes Verkehrsmittel ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. So habe er sich für den Ausbau des Radwegenetzes im Freistaat außerordentlich starkgemacht, und auch die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ geht auf die Initiative Armin Falkenheins zurück.

„Die Idee habe ich von den Dänen abgeschaut“, sagt dieser über die heute deutschlandweit etablierte Mitmachaktion. Selbstverständlich ist der am Landratsamt in Augsburg tätige Leiter des Fachbereichs Schulen dafür das beste Vorbild. Und er hat damit weitere Bobinger dazu animiert, das heimische Radwegenetz nicht nur für Ausflüge, sondern auch als Arbeitsweg zu nutzen.

Mit unermüdlichem Einsatz habe er sich ferner für die zeitgemäße Ausgestaltung von Fahrradparkplätzen an Bahnhöfen engagiert. Entsprechende Vorschläge flossen übrigens auch in die Gestaltung des Fahrrad-Abstellplatzes am Bahnhof seiner heutigen Heimatstadt Bobingen ein.

Dieser wurde später vom ADFC als Mustervorlage für kommunale Bike-and-ride-Anlagen empfohlen. (spl)

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