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Klosterlechfeld

16.05.2019

Ein Schritt Richtung Bahnhofsunterführung

Anstelle des P&R-Platzes am Klosterlechfelder Bahnhof könnte eine Buswendeschleife entstehen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Bild: Hieronymus Schneider

Ein Planungsauftrag ist beschlossene Sache: Wieso in das Vorhaben in Klosterlechfeld nun Bewegung kommt und was das für die Buslinie 712 bedeuten könnte.

Als Ergebnis der jüngsten Klausurtagung des Gemeinderates wurde ein Planungsauftrag für eine Unterführung der Bahnlinie zwischen dem Bahnhof und dem Sportgelände beschlossen. Der Bedarf nach einer solchen Unterführung wurde schon vor etwa zwei Jahren bei den Workshops für die Neugestaltung des Sportgeländes herausgearbeitet.

Mit der Entscheidung des Gemeinderates, den Standort des geplanten Bürgersaals vom Gelände des früheren Bahnhofs auf die Ostseite der Bahnlinie zum Sportgelände nördlich des Sportheimes zu verlegen, erhielt der Gedanke an eine Fußwegverbindung zum Bahnhof zusätzliche Nahrung. Der Bau des Bürgersaals wurde zwar inzwischen wegen anderer Baumaßnahmen – wie dem neuen Kindergarten und dem geförderten Wohnungsbau am Bahnhof – auf spätere Jahre verschoben. Aber ein anderes Problem könnte durch eine Bahnunterführung gelöst werden.

Wird der Park-and-ride-Platz am Bahnhof verlegt?

Die Buslinie 712 kann derzeit den Bahnhof nicht anfahren, da dort keine Wendemöglichkeit besteht und die Anfahrt über die südlichen Wohngebiete wegen der engen Straßen nicht möglich ist. Der Park-and-ride-Platz an der Südseite des früheren Bahnhofsgebäudes, das derzeit zu einem Vereinsheim umgebaut wird, ist für eine Buswendeschleife zu eng. Es gibt aber ein bisher als Lkw-Parkplatz genutztes Teilstück der alten B17 auf der Anhöhe über dem Sportheim unmittelbar an der Bahnlinie. Bürgermeister Rudolf Schneider könnte sich vorstellen, diesen Parkplatz als neuen Park-and-ride-Platz für Bahnpendler einzurichten. Die Entfernung vom Parkplatz durch die künftige Unterführung zum Bahnhaltepunkt wäre nicht größer als jetzt. Zudem könnte der jetzige Park-and-ride-Platz dann als Buswendeschleife genutzt werden.

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Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Klosterlechfeld kommt innerhalb der nächsten vier Jahre

Für die Planung, an welcher Stelle die Unterführung möglich und sinnvoll ist und mit welchen Kosten zu rechnen sein wird, muss ein Planer in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn gesucht werden. Denn die Untertunnelung der Bahnlinie betrifft die Belange der Deutschen Bahn, die den Beginn des barrierefreien Ausbaus in den nächsten vier Jahren zugesichert hat. Elfriede Lösch vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Lechfeld sagte: „Wenn man diese Unterführung will, sollte man jetzt mit der Planung beginnen. Sonst verzögert sich das bei der Bahn um acht bis zehn Jahre.“

Um das Zeitfenster von vier Jahren zu nutzen, wurde der Beschluss zum Planungsauftrag einstimmig durch den Gemeinderat gefasst. Nach Erstellung der Planung mit genauer Kostenermittlung wird sich der Gemeinderat erneut mit der Frage befassen, ob der Bau der Unterführung tatsächlich beschlossen wird. Laut Schneider können öffentliche Fördermittel für den Personennahverkehr und von der Städtebauförderung beantragt werden. Weitere Anregungen aus der Klausurtagung wurden auf die Sitzung am 3. Juni verschoben, weil dann das Ergebnis der Verkehrsuntersuchung vorgestellt wird.

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