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Wirtschaft

22.11.2017

Ein Spatenstich für fünf Millionen Euro

Die Erdarbeiten für das Langerringer Gewerbegebiet sollen zeitnah weitergehen. Beim Spatenstich stand das Wetter dem nicht im Weg (v. l.: Gerhard Kranzfelder jun., Gerhard Wagner (Raiba Hiltenfingen), Sarac Kadir, Ursula Tremel (Planungsbüro Tremel), Gerhard Kranzfelder (Seniorchef Straßenbau Kranzfelder), Bürgermeister Konrad Dobler und Robert Rüger (Kommunalberatung KFB).
Bild: Michael Mäusly

Langerringen investiert in ein neues Gewerbegebiet. Der finanzielle Aufwand soll sich schon bald lohnen

Eine wachsende Gemeinde braucht nicht nur Einwohner, sondern auch Gewerbeansiedlungen und deren Steuern. Langerringen hat nun vor Kurzem nach einigen Jahren Vorlauf mit dem symbolischen Spatenstich den offiziellen Startschuss für das jahrelang vorbereitete Gewerbegebiet Nord gegeben.

Bürgermeister Konrad Dobler konnte zusammen mit Vertretern der beteiligten Firmen die blitzblank polierten Spatenblätter auf den Grund südlich der Schwabmünchner Südost-Umgehung setzen. Gleichzeitig wünschte er allen Beteiligten ein möglichst unfallfreies und harmonisches Miteinander bei der Ausführung. Rund fünf Millionen investiert die Gemeinde in die Umsetzung des Vorhabens, das über die Raiffeisenbank Hiltenfingen vorfinanziert wird. Natürlich hofft Dobler, im Idealfall die gesamte Investition möglichst vollständig refinanzieren zu können. Über den Quadratmeterpreis wollte Dobler keine konkreten Angaben machen. Schließlich flößen bei gewerblichem Baugrund auch ganz andere Aspekte mit in die Kalkulation ein: Nutznießen für die Gemeinde, Gewerbemix, Zukunftsverträglichkeit, weitere kommunale Vorhaben und anderes.

Auch der flexible Zuschnitt der jeweiligen Grundstücke wirke sich letztendlich indirekt auf den Kaufpreis aus. In seiner kurzen Ansprache verschwieg Dobler auch nicht, dass die zahlreichen Verhandlungen im Vorfeld zeitaufwendig und manchmal etwas kompliziert gewesen seien.

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Die Lage direkt an der Grenze zwischen Schwabmünchner und Langerringer Flur habe zahlreiche Abstimmungen und Rücksichtnahmen erfordert. Die Flurzugehörigkeiten verlaufen im Bereich des Kreisverkehres an der Südostumgehung und dort ebenfalls angesiedelter Firmen tatsächlich anders als optisch durch die Bebauung zu vermuten wäre.

Unabhängig davon haben die vorgeschriebenen archäologischen Untersuchungen neben dem zeitlichen Faktor auch finanziell zu Buche geschlagen – knapp 300000 Euro mussten dafür bereitgestellt werden. Das als Teil des Hochfeldes bekannte Areal ist geschichtlich potenziell vorbelastet. Die gute Verkehrsanbindung – die vierspurige Bundesstraße 17 als ideale Nord/Süd-Anbindung verläuft nur fünf Minuten entfernt – dürfte sicherlich einen wesentlichen Anteil bei den Überlegungen von Interessenten spielen.

Momentan ruhen zwar die Erdarbeiten aufgrund der aktuellen Witterung, aber Gerhard Kranzfelder junior von der gleichnamigen Zusmarshauser Straßenbaufirma zeigte sich optimistisch, die Erschließungsarbeiten zeitnah fortsetzen zu können. Für das fast sechs Hektar große Areal wurde bei der Gemeinde eine Warteliste aufgelegt, um Gewerbeinteressenten die Möglichkeit zu geben, ihr Interesse zu zeigen. Zur Realisierung ist Langerringen bereits vor längerer Zeit eine Erschließungsträgerschaft mit der oberpfälzischen Kommunalberatungsfirma „KFB“ eingegangen, die wesentliche Abläufe im Auftrag umsetzt.

Beim Spatenstich bezeichnete Firmengründer Robert Rüger das Projekt dementsprechend als ganz wichtiges Vorhaben für die Gemeinde, das bereits im nächsten Jahr abgeschlossen sein soll.

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