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Jubiläum beim Heimatverein

30.06.2009

Ein Symbol für die Einheit des Lechfelds

Bis in die späten Stunden feierte der Heimatverein Lechfeld mit mehr als 250 Gästen sein doppeltes Jubiläum: das 30. Gründungsfest und 20 Jahre der Fahnenweihe.

Im Namen seiner Kollegen gratulierte Untermeitingens Bürgermeister Georg Klaußner zum Jubiläum. "Der Heimatverein symbolisiert die Einheit des Lechfelds", betonte er. Die 184 Mitglieder kommen aus Untermeitingen, Graben, Lagerlechfeld und Klosterlechfeld.

Der erste Vorsitzende bringt es auf 18 Jahre

Der Heimatverein Lechfeld wurde am 17. März 1979 in der Lagerlechfelder Gaststätte "Lechfeldklause" aus der Taufe gehoben. Als Zweck des neuen Vereins wurde damals die Sammlung von Daten und Fakten über die Lechfeldorte genannt. In der Gründungsveranstaltung wurde Josef Altthaler als erster Vorsitzender gewählt, der dann die Geschicke des Vereins insgesamt 18 Jahre führte: von 1979 bis 1992 und nach zweijähriger Auszeit wieder von 1994 bis 1999.

Ein Symbol für die Einheit des Lechfelds

Der junge Verein machte eine stürmische Entwicklung durch: Schon einige Monate nach der Gründung war die Mitgliederzahl stark angewachsen. Der erste Maibaum in Lagerlechfeld wurde aufgestellt, ein Weihnachtsbasar und eine Nikolausfeier zugunsten der "Wurzelkrippe" in der Kirche St. Martin veranstaltet und eine Kleingartenanlage entlang der Röthstraße gepachtet und später gekauft. Die 45 Kleingärten sind heute das "zweite Standbein" des Heimatvereins. Das erste Sonnwendfeuer am Rodelberg wurde im Juni 1983 abgebrannt und gehört seitdem zur Tradition.

Im Jahr 1989 wurde eine neue Tracht angeschafft und die Vereinsfahne geweiht. Daneben wurde die Schaffung eines typischen "Lechfelder Gewandes" durch zahlreiche Mitglieder in Angriff genommen. Diese Kleidung wurde Mitte des 18. Jahrhunderts auf dem Lechfeld getragen. Als Vorlage dient ein Votivbild aus der Klosterlechfelder Wallfahrtskirche aus dem Jahr 1749.

Das Jahr 1994 war das Schwerste in der Vereinsgeschichte: Nach längeren Querelen spaltete sich die Trachtenabteilung ab und gründete einen eigenen Verein: den Trachten- und Volkstanzverein Lechfeld. Ein Rechtsstreit um die Herausgabe der Tracht ist erst Jahre später mit einem Vergleich am Amtsgericht Schwabmünchen beendet worden.

Bis heute noch nicht geklärt ist der endgültige Verbleib des umfangreichen Archivs des Heimatvereins sowie der vereinseigenen Wurzelkrippe. Josef Altthaler - er starb im Jahr 2006 - hat beides vererbt: das Archiv an den damaligen Bürgermeister von Graben, Hans Winkler, der zwischenzeitlich die Unterlagen der Gemeinde vermacht hat und die Krippe an die Kirchengemeinde St. Martin in Lagerlechfeld.

Er hofft auf eine schnelle Lösung

"Wir hoffen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Graben und Bürgermeister Andreas Scharf dieses Thema bald lösen zu können", so erster Vorsitzender Georg Beger. Berger führt seit zehn Jahren den Vorsitz des Heimatvereins.

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