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Jubiläum

30.11.2019

Ein Vierteljahrhundert für die Stadt

GWS-Geschäftsführer Bernhard Jauchmann (links) verabschiedet gemeinsam mit Bürgermeister Lorenz Müller (rechts) Jürgen Gewitz, der von Beginn an dabei war.
Foto: Christian Kruppe

Schwabmünchens Grundstücks- und Wohnbaugesellschaft feiert Geburtstag. Warum sie entstand

Seit einem Vierteljahrhundert kümmert sich die Grundstücks- und Wohnbau GmbH (GWS) der Stadt Schwabmünchen um die Abwicklung der kommunalen Grundstücksgeschäfte. In dieser Zeit wickelte die GWS den An- und Verkauf von 44 Hektar Wohnbau und gut 30 Hektar Gewerbeflächen ab – im Durchschnitt also gut drei Hektar pro Jahr. Und das, wie der aktuelle Geschäftsführer Bernhard Jauchmann betont „ohne große Widerstände, Gerichtsverfahren und Skandale“. Neben dem Tagesgeschäft erstellte die GWS in den vergangenen Jahren auch fünf Photovoltaikanlagen (Grundschule, Bauhof, Feuerwehrhaus, Kindergarten St. Michael und Kläranlage), die bislang gut 1,5 Millionen Kilowattstunden umweltfreundliche Energie ins Stromnetz eingespeist haben.

Dass Schwabmünchen eine eigene Firma betreibt – die Stadt ist alleiniger Gesellschafter – ist der Haushaltslage vor 25 Jahren geschuldet. Schwabmünchens ehemaliger Kämmerer Erwin Wild, einer der „Gründungsväter“ der GWS, erinnert sich: „Die Haushaltslage war der wichtigste Vater der GWS. Wir brauchten neue Wege, um außerhalb des Haushalts Grundstücke erwerben zu können.“ Es zog einige Beratungen und Planungen nach sich, ehe die Gesellschaft am 14. November ins Handelsregister eingetragen wurde. Das Stammkapital betrug seinerzeit 500000 D-Mark (rund 256000 Euro). Ende 2018 lag das Eigenkapital der GWS bei 3,8 Millionen Euro, der Buchwert des Grundstücksbestands bei 7,4 Millionen. „Rechnet man dies in den Haushalt der Stadt ein, wäre Schwabmünchen seit Jahren schon komplett schuldenfrei“, bilanziert Bernhard Jauchmann nicht ohne Stolz. Für seinen Vorgänger Erwin Wild „lag und liegt der Schlüssel des Erfolges im Vertrauen, das sich die GWS mit ihrer Art und Weise zu arbeiten geschaffen hat“.

Auch Bürgermeister Lorenz Müller ist froh um sein kommunales Unternehmen. „Vor 25 Jahren wurde eine weitreichende und richtige Entscheidung getroffen“, stellt er fest und verweist auf die Unternehmensziele, die auch auf der städtischen Homepage zu lesen sind: „Versorgung der ortsansässigen Bevölkerung mit Wohnbauland zu tragbaren Preisen.“ Dabei hob Müller das für ihn Besondere hervor: „Das alles geschieht zum Wohle der Bürger. Wir konnten so Bauland für tausende Bürger in Schwabmünchen schaffen.“

Auch Notar Erhard Pauker, von Berufswegen eng mit der GWS verknüpft, stellt fest, „dass wir Notare bei den fast 75 Hektar schon einiges zu tun hatten“. Besonders hob Pauker hervor, dass die GWS in den 25 Jahren nur drei Geschäftsführer hatte, denn „das schafft Vertrauen“. Einen großen Vorteil durch die GWS haben laut Pauker auch die Grundstückskäufer, denn „für die gibt es keine versteckten Kosten“. Pauker hält die Gründung der GWS für richtig. „Das sieht man auch daran, dass Bobingen das Ganze 20 Jahre später nachgemacht hat“, ergänzt er.

Für einen war der Festabend ein besonderer Abend. „Er war von Beginn an bis Ende 2018 als Geschäftsführer der GWS dabei und steht für ein tolles Miteinander zum Wohle der Gesellschaft“, lobte Bernhard Jauchmann. Die Worte waren für Jürgen Gewitz bestimmt. Der ehemalige Geschäftsführer ist seit Ende vergangenen Jahres im Ruhestand. „Durch sein Fachwissen und seine Art schaffte er viel Vertrauen. Jürgen Gewitz hat so für die Stadt viel erreicht“, schließt sich Bürgermeister Lorenz Müller dem Lob für das Urgestein der Stadtverwaltung an. Doch ganz können beide Seiten noch nicht voneinander lassen. Bis Ende dieses Jahres ist Jürgen Gewitz noch bei der Stadt beschäftigt, auch weil er mit seinem Erfahrungsschatz kaum verzichtbar ist.

Gefeiert wurde das Jubiläum im kleinen Rahmen. „Wir hätten gerne alle Käufer, Verkäufer und die anderen Partner, mit denen wir in den 25 Jahren zu tun hatten, eingeladen. Aber dann hätten wir ein Bierzelt in der Größe wie beim Michaeli-Markt gebraucht“, so Bernhard Jauchmann. Daher waren die dabei, mit denen der Kontakt am intensivsten war. Viele Stadträte aus den vergangenen 25 Jahren, Notare, Vertreter der Banken und Altbürgermeister Hans-Joachim Neumann. So bleib viel Zeit für Gespräche und das eine oder andere Wiedersehen.

Musikalisch begleitet wurde der Abend von zwei Gruppierungen der Stadtmusik Schwabmünchen. Gerade deren Nachwuchsarbeit wird von der GWS seit Jahren intensiv gefördert.

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