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Bobingen

07.01.2021

Ein Zentrum für Corona-Schnelltests öffnet in Bobingen

In Bobingen öffne ein Zentrum für Schnelltests. Betrieben wird es von einer Apotheke.
Bild: Annette Zoepf (Symbolfoto)

Plus Ab Montag bietet die Wendelin-Apotheke in Bobingen Antigen-Schnelltests an. Auch zahlreiche FFP2-Masken sind vorrätig, heißt es. Was geplant ist.

"Ein Antigentest zum Nachweis von Covid-19 geht zwar schnell, darf aber nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden", erklärt Thomas Strehle, Inhaber der Wendelin-Apotheke in der Hochstraße in Bobingen. Aus diesem Grunde habe er sich entschlossen, ab Montag als zusätzliche Dienstleistung für seine Kunden Corona-Schnelltests anzubieten. Vielleicht könnten dort sogar Impfungen stattfinden. Ein Blick auf die Abläufe.

In der Bobinger Wendelin-Apotheke gibt es ab Montag ein Schnelltest-Zentrum. Rainer Fink (links) zeigt mit seinem Chef Thomas Strehle, wie ein Nasenabstrich funktioniert.
Bild: Elmar Knöchel

Getestet werde in einem Nebenraum der Apotheke mit eigenem Eingang. So könne es keine Begegnungen von Kunden und testwilligen Personen geben. Die Schnelltests werden von Filialleiter Rainer Fink und anderen Mitarbeitern der Apotheke durchgeführt. Natürlich in entsprechender Schutzkleidung und mit so wenig direktem Kontakt wie nur möglich. Nach etwas mehr als zehn Minuten liege in der Regel das Ergebnis vor.

Bobingen: Corona-Schnelltests nur nach telefonischer Absprache

Damit es zu keinen Wartezeiten und direkten Kontakten am Testzentrum kommt, können die Tests nur nach vorheriger, telefonischer Terminabsprache durchgeführt werden. "So ein Test ist nur eine Momentaufnahme", erklärt der Apotheker. Ein Antigen-Schnelltest besage eigentlich nur, dass man im Moment nicht ansteckend sei und keine Viren weitergeben könne. Nach höchstens 48 Stunden sei das Ergebnis nicht mehr relevant. Wer Angehörige in Betreuungseinrichtungen oder andere Menschen aus Risikogruppen mehrmals pro Woche besuchen wolle, müsse sich also bis zu dreimal in einer Woche testen lassen. Ein Test kostet in Bobingen 35 Euro. Die Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen.

Der Ablauf sei relativ einfach, erklärt Rainer Fink. Nach Terminabsprache komme der Kunde ins Testzentrum und unterschreibt eine Einverständniserklärung. Es werde ein fachmännischer Nasenabstrich genommen. Nach der Aufbereitung der Probe mit den nötigen Reagenzien könne an einer Skala, ähnlich einem Schwangerschaftstest, das Ergebnis nach etwas mehr als zehn Minuten abgelesen werden. Ist das Ergebnis negativ, werde eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt.

Corona: Positive Tests werden dem Gesundheitsamt gemeldet

Bei einem positiven Test würde es etwas kniffliger. Natürlich wird erst einmal der Patient darüber informiert, dass er sich nach dem positiven Ergebnis unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben müsse. Gleichzeitig erfolge die Meldung über den positiven Test an das Gesundheitsamt. In Absprache mit dem Amt sollte dann unbedingt ein sogenannter PCR-Test erfolgen. Dieser sei genauer und erst dann wäre das Ergebnis verlässlich.

Nach jedem Kunden werde der gesamte Testraum desinfiziert. Angst vor einer Ansteckung brauche also niemand zu haben. Der Test ist bar zu bezahlen. Um die Daten in der Einverständniserklärung überprüfen zu können, ist unbedingt ein Personalausweis mitzubringen.

Zahlreiche FFP2-Masken lagern in Bobinger Apotheke

Außerdem versichern Rainer Fink und sein Chef Thomas Strehle, dass sie genügend FFP2-Masken auf Lager haben. Jeder Kunde könne sich bei ihnen in der Apotheke mit Masken versorgen. Auch für den zu erwartenden Ansturm auf die begehrten Masken, wenn die Krankenkassen in den nächsten Tagen und Wochen die Coupons zum Abholen der vergünstigten Masken an die Risikogruppen versenden werden, seien sie gerüstet. Insgesamt erhalte jeder, der zu diesem Personenkreis zählt, zwei Coupons. Mit jedem können sechs FFP2-Masken abgeholt werden. Die Eigenbeteiligung beträgt jeweils zwei Euro.

Rainer Fink holt einen großen Vorrat an FFP2-Masken beim Großhändler ab. Daniel Müller von der Siegmund Care GmbH bringt die Kartons per Elektro-Dreirad zum Auto.
Bild: Elmar Knöchel

Um die Nachfrage befriedigen zu können, hat sich die Wendelin-Apotheke bereits frühzeitig eingedeckt. Durch den guten Kontakt zum regionalen Großhändler, der Firma Siegmund Care GmbH in Oberottmarshausen, sei es gelungen, einen Vorrat von 6000 Masken anzulegen. "Damit sollten wir bis Ende Januar auf jeden Fall lieferfähig sein", ist Thomas Strehle zuversichtlich.

Dürfen Apotheker gegen das Corona-Virus impfen?

Eine Entspannung erwartet der Apotheker frühestens zum Frühlingsanfang und steigenden Temperaturen. Natürlich hofft auch er letztlich auf den Impfstoff. Wenn sich das ganze Prozedere erst einmal eingespielt haben wird und dieser in ausreichender Menge zur Verfügung steht, könnte er sich vorstellen, dass dann die Impfung gegen Covid-19 auch in den Apotheken erfolgen könne. Das habe sich ja bei den Grippeimpfungen bereits bestens bewährt. Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg.

Das Testzentrum in der Wendelin-Apotheke ist unter der Telefonnummer 08234/5212 zu erreichen. Die Öffnungszeiten sind von 8 bis 18.30 Uhr.

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