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Königsbrunn

13.08.2019

Ein leidenschaftlicher Friseur feiert Jubiläum

Der Friseurbetrieb Zeininger feiert Jubiläum, er besteht schon seit 50 Jahren. Einige der Mitarbeiterinnen sind dem Familienbetrieb von Karl Zeiniger schon seit vielen Jahren treu.
Bild: Olga Paltis

Seit 50 Jahren schneiden Zeiningers in Königsbrunn Haare. Karl Zeininger ist dem Standort seines Vaters treu geblieben, geht das Geschäft aber etwas anders an

Der Friseurbetrieb Zeininger ist in Königsbrunn, Augsburg und Umgebung bekannt, bis aus München und Memmingen kommen Kunden. 50 Jahre Betriebsbestehen feiert Karl Zeininger in diesem Jahr. Sein Vater, Walter Zeininger, hatte im damaligen Südmarkt ein Friseurgeschäft eröffnet, war damit auch der erste Friseur in einem Supermarkt. In den nachfolgenden Jahren eröffnete dieser dann ein Geschäft nach dem anderen – in Königsbrunn, Mering, Bobingen, Augsburg.

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Daneben blieb aber immer das Stammgeschäft, auch wenn sich die Supermärkte änderten, vom Südmarkt zum Handelshof und schließlich zum Kaufland. Zusätzlich verbindet sich der Name Zeininger mit dem Hilfsfonds Königsbrunn, der durch Walter Zeininger mitbegründet, durch ihn stark publik gemacht und auf seine Initiative hin im Jahre 2007 zur Stiftung erhoben wurde. Immer schon, so unterstreicht Sohn Karl war hier die gesamte Familie Zeininger engagiert, erst recht jedoch nach dem frühen Tod des Vaters im Jahre 2012. Neben ihm sind seine Mutter Luise und Schwester Petra Zeininger-Benning und inzwischen auch schon die nächste Generation kräftig mit dabei.

Lieber nur ein Geschäft, dafür mit hoher Qualität

Karl Zeininger betont die große Lebensleistung seines Vaters. Er sei mit Sicherheit ein großes Vorbild. Für sich selbst setzt der Sohn jedoch andere Prioritäten. Für ihn sei es nicht wichtig, viele Geschäfte zu besitzen. Er investiere lieber in Qualität und setze auch auf Randgebiete rund um das reine Kerngeschäft. So hat er im familiären Einverständnis alle Geschäfte bis auf eines abgegeben. Dafür hat sich Karl Zeininger Zeit gelassen, denn es war ihm wichtig, dass die Geschäfte in qualifizierte Hände kommen und vor allem, dass alle Mitarbeiter in ihrer Anstellung bleiben konnten.

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Seit drei Jahren trägt aber nun nur noch dieses eine Geschäft in der Wandalenstraße den Namen Zeininger. So bleibt der Sohn, dessen Großvater und Urgroßvater auch schon als Friseure tätig, in unmittelbarer Nähe zum Stammgeschäft des Vaters. In dieses sei er quasi hineingewachsen, habe schon als Kleinkind dort seinen Spielbereich innegehabt. „Ich bin vielleicht nicht aus Leidenschaft Friseur geworden, aber auf jeden Fall ein leidenschaftlicher Friseur“, erklärt Karl Zeininger seinen Werdegang.

Der Königsbrunner ist seit 29 Jahren Friseurmeister

Seit 29 Jahren ist er Friseurmeister – zur damaligen Zeit konnte man den Meister erst nach mehreren Jahren Gesellentätigkeit machen – und seit 28 Jahren Betriebswirt: „Ich interessierte mich immer schon für vieles Andere und bilde mich gern weiter.“ Gerade alternative Medizin oder Überschneidungen mit der Dermatologie sieht er als wichtige Herausforderung. So arbeitet er beispielsweise auch mit einem Kopfhautmikroskop und der Vita-Hair-light-Methode (positives Licht) und hat damit schon manchem Kunden, der jahrelang an Schuppenflechte litt, geholfen. „So etwas macht mich dann richtig glücklich“, erklärt er.

Die Qualität der Produkte und des Arbeitens sind ihm ein großes Anliegen. Dadurch implantiere man aktuelles Wissen und Wissenschaftlichkeit auf dem Fachsektor, darum setzt er auch stark auf die Fortbildung seines Teams. Stolz ist Karl Zeininger auf das gute Klima unter den aktuell elf Mitarbeitern, das auch zu Fachmessen reist. Bestätigt wird dies durch zwei spontan befragte Mitarbeiterinnen. Selina Stauble, die seit ihrer Ausbildung schon zehn Jahre mitarbeitet, spricht von der persönlichen Wertschätzung und dem Spaß, den man zusammen habe. Nuray Kilman-Güvenc, die schon ganze 30 Jahren beim Friseurteam Zeininger mit dabei ist, geht sogar noch etwas weiter: „Ich bin mit Karl den Weg gegangen und wir sind eigentlich wie in einer großen Familie.“

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