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Wehringen

21.12.2018

Ein liebenswerter Ort in der turbulenten Welt

Die Lichter am Wehringer Rathaus verraten sowohl die gute Weihnachtsstimmung als auch die Freude über die gute Situation der Gemeinde.

Wehringen blickt auf eine Zeit des Wandels. In der Gemeinde führt er zu Wachstum. 2018 war laut Bürgermeister Manfred Nerlinger ein gutes Jahr.

Insgesamt sei 2018 wieder ein gutes Jahr für die Gemeinde Wehringen gewesen, dies stellte Bürgermeister Manfred Nerlinger anlässlich der Jahresschlusssitzung des Gemeinderates fest. Traditionell waren zu dieser Sitzung viele ehrenamtliche Bürger geladen worden, bei denen sich der Gemeinderat mit einem abschließenden Essen und einem kleinen Präsent für ihren Einsatz über das Jahr bedankte.

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Gute und schwierige Erinnerungen sprach Bürgermeister Nerlinger an. Er erinnerte daran, dass das Jahr mit dem Tod von Altbürgermeister Hans Merk begonnen hatte. „Und dann gab es diesen Traumsommer von Anfang April bis Ende November“, meinte Nerlinger und bedachte auch die Kehrseite: „Unsere Landwirtschaft hat schwer unter fehlenden Niederschlägen gelitten.“

Ein Gegenpol zur Weltpolitik

Weltpolitische Querelen, innerparteiliche Streitereien, Machtgewinn von Nationalisten und Populisten - 2018 sei zugleich ein Jahr gewesen, in dem die Welt aus den Fugen zu geraten schien. „Was gestern noch richtig war, gilt heute schon nicht mehr“, bedauerte Nerlinger und freute sich zugleich, dass es „angesichts dieser Turbulenzen schon ein großes Glück ist, in einer so lebens- und liebenswerten Gemeinde wie Wehringen zu wohnen.“

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Mit einer Bilderpräsentation ließ Nerlinger das Jahr noch einmal vorbei laufen, erinnerte an die Erweiterung der Kinderkrippe, an Faschingsumzug und Ostermarkt, an ColdWaterGrill-Challenge, die Pflanzung einer Streuobstwiese, den Maibaum, die Slipanlage an der Wertach, verschiedene Vereinsjubiläen wie beim Musikverein und dem Modellflugclub. Der Betriebsausflug und die Klausurtagung der gemeinde waren weitere Themen. Finanziell stehe Wehringen bestens da, bemerkte der Bürgermeister. „Die Steuerkraft der Gemeinde ist überdurchschnittlich.“ Der Rücklagenstand betrage etwa 1,6 Millionen Euro, trotz Grundstückskäufen im Wert von 1,2 Millionen Euro im vergangenen Jahr. „Und seit Juli 2013 bleiben wir schuldenfrei - obwohl wir in den letzten zehn Jahren fast 20 Millionen Euro investiert haben“, freute sich Nerlinger. Auch künftig können alle notwendigen Investitionen geleistet werden.

Ein Fundament für nächste Generationen

„Das ist ein gutes Fundament für die nachfolgenden Generationen und beweist unseren verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern“, meinte der Bürgermeister.

Für die Einwohner hat das auch seine Vorteile. So punktet Wehringen mit keinen Steuererhöhungen seit 30 Jahren, einer großzügigen Unterstützung der Vereine bei Investitionen, der kostenlosen Benutzung gemeindlicher Einrichtungen, einer großzügigen Kinder- und Jugendförderung und den niedrigsten Kita-Gebühren im Landkreis.

Man wolle aber auch weiterhin trotz aller Erfolge an die Zukunft denken. „Nicht der schnelle Vorteil ohne Rücksicht auf die Folgen, sondern das Maßhalten, sollte das Erfolgsprinzip der Gemeinde Wehringen sein“, mahnte Nerlinger. Man arbeite daran, „immer besser“ zu werden.

Ein wichtiger Baustein sei hier das Projekt „Marktplatz der Generationen“, welches zum Ziel habe, die Menschen zusammen zu bringen und Wehringen noch lebens- und liebenswerter zu machen.

Die Einwohnerzahl samt Nebenwohnsitzen sei auf 3066 gestiegen. Ohne Nebenwohnsitzen seien es 2925 Bürger. Die Zahl der Arbeitsplätze in Wehringen sei innerhalb von zehn Jahren von 221 auf derzeit 714 gestiegen.

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