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Lagerlechfeld

14.10.2019

Ein matschige Rutschfahrt für den Frieden

Die Wasserrutsche stellte den spektakulären Höhepunkt des Hindernislaufes dar.
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Die Wasserrutsche stellte den spektakulären Höhepunkt des Hindernislaufes dar.
Bild: Uwe Bolten

Der erste Lechfelder Friedenslauf zieht mehr Teilnehmer als erwartet an. Worin neben dem sportlichen Anreiz der Sinn der Veranstaltung liegt.

An der Startnummernvergabe herrschte kurz vor Beginn des 1. Lechfelder Friedenslaufs immer noch Andrang. „Neben den rund 150 angemeldeten Läufern haben sich noch spontan etwa 50 für die große Runde und die Hindernisstrecke hinzugesellt“, sagte Susanne Adler, Vorsitzende des TSV Graben.

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Auf dem Parkplatz an der renovierten Sporthalle in Lagerlechfeld herrschte reges Treiben, nicht alle Läufer wohnten der Andacht des katholischen Pfarrers Thomas Demel und seines evangelischen Amtskollegen Leander Sünkel bei. Beide Geistlichen stellten das gemeinsame Erleben und das Miteinander in der frisch renovierten Sporthalle in den Mittelpunkt der Andacht. Musikalisch gestützt von Jugendlichen des Musikvereins Graben stellten die gewählten Lieder das friedliche Miteinander in den Vordergrund. „Der Frieden muss in die Welt hinausgetragen werden“, stellte Demel fest und begründete damit symbolisch den Friedenslauf. „Heute setzen wir ein Zeichen für das friedliche Miteinander. Es gibt weder Sieger noch Verlierer“, erläuterte Leander Sünkel die Tatsache, dass es keine Zeitmessung gab. Abschließend segneten die Geistlichen die Läufer und die neue Sporthalle.

Kinder sind als erstes beim Lechfelder Friedenslauf unterwegs

Kurz nach der Andacht schickte Grabens Bürgermeister Andreas Scharf bei bestem Spätsommerwetter die Kinder auf ihren ein Kilometer langen, durch zahlreiche Helfer gesäumten Rundkurs über das Sportgelände. Bei der Ankunft, unter großem Jubel und Applaus aller Gäste, verteilten die Pfarrer und der Bürgermeister die Medaillen, die, stolz von den kleinen Läufern getragen, in der Sonne blitzten.

Ein matschige Rutschfahrt für den Frieden

Die größeren Läufer konnten anschließend zwischen einer vier Kilometer langen Hindernisstrecke und einer regulären Strecke von etwas mehr als sieben Kilometer wählen. „Es war schön, die Heimat mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen“, sagte ein Teilnehmer der langen Strecke nach der Ankunft. Für ambitionierte Hobby-Läufer, die den Anblick von Norden auf Lagerlechfeld von ihren Trainingsrunden kannten, stellte die Sicht auf den Ort, hinter dem sich das Alpenpanorama gen Himmel reckte, keinen großen optischen Reiz dar.

Feuerwehr und Bauhof präparieren Strecke des Lechfelder Friedenslaufs

Die Hindernisstrecke war von Feuerwehr und Bauhof bestens präpariert. Die Läufer mussten Strohballen überqueren, Autoreifen und Holzpaletten stellten weitere Erschwernisse dar. Höhepunkt der Hindernisse war die Wasserrutsche im Wäldchen westlich vom Startort. Während die Jugend diese Herausforderung, die mit zunehmender Zeit immer matschiger wurde, gerne annahmen, ließ der ein oder andere Teilnehmer gesetzteren Alters dieses Hindernis aus.

„Wir freuen uns darüber, dass neben den Erwachsenen so viele Kinder mitgemacht haben. Wir sind halt eine sportliche Gemeinde und unsere Vereine bieten den Interessierten einen Anlaufpunkt für viele Sportarten“, äußerte sich Susanne Adler erfreut. „Der Friedenslauf ist eine super Sache, der Gedanke kam gut an. Die Leistung aller Beteiligten der Organisationsteams in Vorbereitung und Durchführung verdient besonderen Dank und Anerkennung“, zog Bürgermeister Scharf bei der Siegerehrung mit Musik der Gräbinger Band Guitarmen in der Sporthalle sein Fazit. Dort warteten Speisen und Getränke, vorbereitet durch die beiden beteiligten Pfarrgemeinden, auf ihre Abnehmer.

Der numerische Hinweis im Veranstaltungsnamen deute auf die regelmäßige Durchführung hin, ergänzte Scharf sichtlich zufrieden mit der Veranstaltung.

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