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Reinhartshofen

10.09.2019

Ein zünftiges Oktoberfest auf dem Dorf

Andreas Mayer (mit Hut) moderierte die Tombolaverlosung unterhaltsam und witzig.
Bild: Hieronymus

Nicht nur die Münchner Wiesn-Besucher würden bei den Reinhartshofener Preisen vor Neid erblassen.

Das Wetter war zwar trübe, doch das macht der Reinhartshofer Feuerwehr nichts aus. Ein großes Partyzelt überdachte den Platz vor dem Feuerwehrhaus über die Leitenbergstraße hinweg, die an diesem Tag komplett gesperrt war. Um ins Festzelt zu gelangen, müssen die Besucher das Verpflegungszelt mit der Essens- und Getränkeausgabe in seiner ganzen Länge passieren. Das ist sehr praktisch, denn so kann man sich mit allem nötigen ausgestattet in aller Ruhe seinen Platz suchen. Beim Weißwurstfrühstück am Vormittag gibt es noch kein Gedränge um die Plätze. Die zehn (B)Lech-Wertach-Musikanten mit ihrem Leiter Rudi Grimme unterhalten die Gäste mit stimmungsvoller Blasmusik. Sieben von ihnen blasen in tiefes oder höheres Blech, zwei spielen Holzblasinstrumente und einer schlägt den Rhythmus auf der Trommel und dem Becken. Auch einige Pilger aus Augsburg stärken sich nach der Wanderung zur Justina-Kapelle und vor der Messe in der kleinen Filialkirche St. Jakobus, die Pfarrer Hubert Ratzinger zelebriert.

Im Zelt laufen derweil schon die Vorbereitungen für das Preisschafkopfturnier. Acht Partien zu je vier Kartenspielern kommen zusammen. Den Sieg trägt mit Helga Zimmer eine Dame davon, die nicht aus Reinhartshofen stammt. Von der Startgebühr von fünf Euro pro Teilnehmer geht jeweils ein Euro an die Spendenaktion der drei Zündappfreunde, die an diesem Nachmittag von ihrer Tour nach St.-Peter-Ording zurückkehren. Die Reinhartshofer Feuerwehr legt noch je einen Euro pro Schafkopfspieler zugunsten des Vereins Augsburger Glühwürmchen drauf und rundet die Spendensumme auf hundert Euro auf. Nach dem Schafkopfturnier gibt es Kaffee und selbst gebackene Kuchen, deren Auswahl und Qualität keine Wünsche offenlässt.

Grillhendl mit Pommes kostet sieben Euro

Ab 18 Uhr füllt sich das Zelt mehr und mehr und der Duft von frischen Grillhendl, Schaschlik, Steaks und Bratwürsten schwebt über dem Weihertal. Die von der Feuerwehr selbst betriebene Zeltküche braucht sich hinter dem großen Münchner Original-Oktoberfest nicht zu verstecken und die Preise würden dessen Besucher vor Neid erblassen lassen. Ein Grillhendl mit Pommes für sieben Euro wäre auf der „Wies’n“ undenkbar und die Maß Bier im Steinkrug kostet in Reinhartshofen auch nur sieben Euro, wenn man den Krug dazu erwerben will. Für die Stimmung sorgt Nobby aus Großaitingen an seinem Keyboard mit seiner Solo-Sängerin Lena. Die Tanzfläche wird nur wenig frequentiert. Die Besucher unterhalten sich lieber an den Tischen. Nach dem Losverkauf steigt die Stimmung, als Kommandant Manuel Siegel die Verlosung der Tombolapreise ansagt. Neben vielen Sachpreisen und Gutscheinen wird der Reinhartshofer Maibaum in fünf Teilstücken unter die Leute gebracht. Andreas Mayer moderierte die Ziehung der Lose und Vergabe der Preise unterhaltsam und witzig. Das größte Teilstück des Maibaums gewann Christine Reißer, die zwar ganz in der Nähe wohnt, aber ihren Gewinn wegen dessen Größe doch nicht gleich nach Hause tragen konnte. Auch vom Lospreis von 1,50 Euro gehen fünfzig Cent für jedes Los als Spende an den Bunten Kreis. Nach der Tombola wurde die Bar in einem kleinen Extrazelt eröffnet und bei spritzigen Cocktails und anderen Spezialmischungen noch bis tief in die Nacht gefeiert.

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