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Untermeitingen

20.03.2019

Eine Reise durch die Countrywelt

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5 Bilder
Ronny Nash und die Whiteline Casanovas, ergänzt durch Helmut Limbeck an der Fiddle, präsentierten ihrer Fangemeinde wieder einmal ein breit gestreutes Programm durch die Welt der Countrymusic.
Bild: Uwe Bolten

Mit einem bühnenerprobten Gastmusiker begeistern Ronny Nash und seine Whiteline Casanovas das Publikum im Four Corners in Untermeitingen.

Noch bevor die ersten Takte des Don-Williams-Klassikers „Gipsy Woman“ die voll besetzte Four Corners Music Hall durchströmten, zeigte sich Countrymusiker Ronny Nash begeistert. „Ich bin begeistert, dass so viele Reservierungen vorlagen. Das hatten wir noch nie“, sagte er und blickte Richtung Bühne, auf der sich seine Whiteline Casanovas zu ihren Instrumenten begaben. Der Kenner der Band bemerkte schnell, das ein neues Gesicht auf der Bühne Fiddle und Mandoline nachstimmte.

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„Mit Helmut Limbeck habe ich heute einen außergewöhnlichen Musiker auf der Bühne, der über jahrzehntelange Bühnenerfahrung verfügt“, kündigte Nash den Multi-Instrumentalisten an, der zusammen mit Chris Waldinger (Sologitarre und Pedal Steel), Oliver Groß (Bass, Gesang) und Rolf Schopka (Schlagzeug) den Abend bestritt. Sympathisch, immer im Kontakt mit dem Publikum, moderierte Nash die Stücke an und erzählte Anekdoten aus der 20-jährigen Geschichte der Band. Wie hält eine Band so lange zusammen? „Die Chemie muss stimmen“, sagte Nash. Und davon konnten sich die zahlreichen Gäste überzeugen. Ohne festgelegtes Programm starteten die fünf Musiker die Reise quer durch die Stilrichtungen der Countrymusic. Modernere Titel von Alan Jackson und Clint Black platzierten sie neben traditionellen Liedern wie dem „Wabash Canon Ball“, bekannte Klassiker von Johnny Cash trafen sich mit „Tom Dooley“.

Neue Frische im Klang

Frontmann Ronny Nash begeisterte mit seiner Stimme, oft in typischer Haltung ein Bein nach vorne gestellt, während Bassist Oli Groß neben seiner unaufdringlichen Spielweise ebenso als Backgroundsänger überzeugte. Schnörkellos, immer auf dem Punkt und sehr lebendig, lieferte Rolf Schopkas Schlagzeug das rhythmische Fundament, auf dem die Solisten ihr Können ausspielten. Chris Waldinger beeindruckte mit dem scharfen „Twang“ seiner Gitarre, teilweise in Hochgeschwindigkeit gespielten Soli und auch mit der warmen, emotionalen Spielweise der Pedal Steel. Zum dritten Mal mit der Band auf der Bühne, fügte sich Helmut Limbeck nahtlos in die Formation ein. Der Klang seiner Fiddle und der Mandoline, in einigen Stücken auch die Blues Harp, gaben der Combo neue Frische im Klang. Ronny Nash, bekennender Anhänger von traditionellem und handgemachtem Sound, war die Freude über den etwas anderen Klang anzusehen. Immer wieder forderte er Limbeck auf, einen weiteren Solopart hinzuzufügen. Die Band reagierte ebenso prompt, der Beweis der stimmenden Chemie untereinander war erbracht.

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Die Tanzfläche war durchgehend gut gefüllt, die Temperatur in der Halle stieg merklich an. Nach der ersten Pause war die hohe Luftfeuchtigkeit an den leichten Nebelschleiern im Licht der Scheinwerfer zu erkennen. Der intensive Beifall nach jedem Stück bewies erneut, dass Ronny Nash genau den Geschmack der Gäste getroffen hatte.

Seine Fans brauchen nicht lange auf den sympathischen Countrymusiker aus Kolbermoor zu warten. Beim Schwabmünchner Frühlingsfest wird er als Stargast beim befreundeten Countryduo Arizona Outlaws mit einem Soloprogramm aufwarten. Das Duo wird wie in den vergangenen Jahren aufspielen und für die Schwabmünchner Tafel um Spenden bitten. „Es ist für mich eine Ehrensache, mit den beiden für die Tafel zu spielen“, sagte Nash abschließend voller Vorfreude auf den Auftritt im Schatten der Stadtpfarrkirche.

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