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Bereitschaftspolizei

30.07.2013

Eine Spende für die Hochwasser-Helfer

Im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Fischerdorf wurde eine Geldspende der Königsbrunner Bereitschaftspolizei übergeben. Das Foto zeigt (von links): Seminarsprecher Andreas Faltermayr, Gerhard Grabowski, pensionierter Seminarleiter, Feuerwehrkommandant Dieter Treske, Historiensammler Willi Grillmaier, Schriftführer Stefan Wittenzellner und Rolf Paur, passives Feuerwehrmitglied.
Bild: Roland Ott

Feuerwehrleute von Fischerdorf bei Deggendorf haben anderen geholfen und deshalb eigenes Hab und Gut verloren

Königsbrunn/Deggendorf Eine Abordnung der Königsbrunner Bereitschaftspolizei (Bepo) übergab kürzlich 2000 Euro an Dieter Treske, den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr in Fischerdorf.

„Wie ein Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein erscheint eine Spende von 2000 Euro angesichts der Hochwasserschäden von geschätzten 500 Millionen Euro“, stellte dabei der pensionierte Seminarleiter der Königsbrunner Bereitschaftspolizei, Gerhard Grabowski, fest. Doch sie bringe Solidarität und Verbundenheit mit den Geschädigten zum Ausdruck.

In dem Deggendorfer Ortsteil wurden 40 der insgesamt 50 Feuerwehrler selbst zu Opfern. Mehrere Tage waren sie bei der Hochwasserkatastrophe im Juni fast rund um die Uhr aktiv, um anderen Menschen zu helfen, und konnten sich deshalb nicht um ihr eigenes Hab und Gut kümmern.

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Betroffene hatten nur drei Stunden Zeit

Nach einem Dammbruch hatte die Bevölkerung noch drei Stunden Zeit, die wichtigsten Dinge in Sicherheit zu bringen – nicht aber die Mitglieder der Feuerwehr. Die versuchten letztlich erfolglos den maroden Damm mit Sandsäcken zu sichern. Innerhalb kürzester Zeit war der südlich der Donau gelegene Ortsteil Fischerdorf völlig überschwemmt. Die unvorstellbare Wassermenge soll laut Experten dem Volumen des Tegernsees entsprochen haben. Bis zu zwei Meter war das Wasser in den Häusern gestanden.

Zu einer Spendenaktion der besonderen Art hatten sich der pensionierte Seminarleiter Grabowski (Königsbrunn) und sein früherer Kollege und Fahrtrainer Willi Grillmaier entschlossen.

Im polizeieigenen Intranet wurden Polizeimützen und Ärmelabzeichen zum Verkauf angeboten, die sie selbst über viele Jahre liebevoll gesammelt hatten. 70 Mützen, Hüte, Helme, Caps und fast genauso viele historische, internationale oder aktuelle Ärmelabzeichen konnten bei der Hilfsaktion erworben werden. Höchst zufrieden waren beide mit dem stolzen Erlös von 1100 Euro – und das innerhalb kürzester Zeit.

Ausbildungsseminar steuert eigenen Betrag bei

900 Euro konnte das 18. Ausbildungsseminar (AS) der Bepo-Abteilung beisteuern. Bei einem Ende Juni durchgeführten Elterntag wurden die Angehörigen der jungen Polizeischüler um eine Spende für die bayerischen Hochwasseropfer gebeten. Seminarsprecher Andreas Faltermayr und seine Klassensprecherkollegen hatten sich für eine Beteiligung an der Spendenaktion von Grabowski und Grillmaier ausgesprochen.

Das ganze Ausmaß der Hochwasserkatastrophe rund um Fischerdorf hatten 100 Königsbrunner Polizeischüler des 19. AS und zehn Stamm-beamte, die Mitte Juni ein ganzes Wochenende im Polizeieinsatz waren, hautnah erlebt.(SZ)

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