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Konzert

20.11.2018

Eine sehr musikalische Wohngemeinschaft

Das virtuose A-cappella-Quintett Vox Orange präsentierte sein neues, amüsantes Konzertprogramm „FünfZimmerKücheBad“ im Pfarr- und Gemeindezentrum in Langerringen.
Bild: Sybille Heidemeyer

Vox Orange präsentiert das neue Programm „FünfZimmerKücheBad“ in Langerringen

Willkommen in der Vox-Orange-WG: Wie es in solch einer musikalischen Wohngemeinschaft zugehen kann, erlebten die Zuschauer beim Konzert der A-cappella-Formation Vox Orange im fast ausverkauften Langerringer Pfarr- und Gemeindezentrum. „FünfZimmerKücheBad“ heißt das neue Programm des bekannten Vokalquintetts, das die Chorgemeinschaft Langerringen eingeladen hatte.

Vox Orange gibt es schon seit 1990 und besteht aus Christiane Reismüller (Sopran), Barbara Lutz (Mezzosopran), Michaela Klocke (Alt), Cornelius Menig (Tenor) und Wolfram Schild (Bass). In den vergangenen Jahren traten sie schon mehrmals in der Region auf.

Ihr humoriges Konzertprogramm war eingebettet in die fiktive Geschichte, dass Christiane für ihre Fünfzimmerwohnung Mitbewohner sucht, die alle eines haben müssen: den Swing. Und schon gab das Vokalensemble Duke Ellingtons „It Don’t Mean a Thing“ zum Besten.

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Nacheinander stellten die Mitbewohner mit schauspielerischem Talent ihre Persönlichkeiten mit teils skurrilen Eigenheiten vor und leiteten dabei zum nächsten Musikstück über, wobei zuweilen auch etwas Fantasie gefragt war.

So stellte sich Barbara als Workaholic vor und daraufhin folgte das Volkslied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“, vorgetragen mit überraschenden Variationen einschließlich einer Rap-Einlage des Tenors.

Altistin Michaela, mit einem Faible für Prosecco, wünschte sich eine „WG mit fünf harmonischen Pfeifen“, worauf das Quintett Bachs Orgelfuge in g-Moll anstimmte. Hierbei zeigte sich, wie sehr die fünf brillanten Sängerinnen und Sänger die Kunst der Vocalesen beherrschen. Damit überzeugten sie ihr Publikum auch bei den Interpretationen des zweiten Satzes von Bachs Cembalokonzert Nr. 5 in f-Moll und der „Moonlight Serenade“, bei der sie die Blasinstrumente mit ihren Stimmen nachahmten.

Und die Männer der WG? Cornelius outete sich als Tenor mit Putzfimmel und erfreute die Mitbewohner mit einem Wischroboter, auf den alle gemeinsam ein Loblied anstimmten.

Frauenversteher Wolfram beanspruchte das größte Zimmer, denn „ein Bass braucht ein bisschen Platz, damit sich die tiefen Töne ausbreiten können“.

So wurde das Konzert zu einer Überraschungsreise durch unterschiedliche Genres und Epochen mit Stücken aus Klassik, Pop und Jazz und Volksliedern, alle im Vox-Orange-Sound – perfekt gesungen, ohne technische Verstärkung, mit einem Augenzwinkern garniert. Kein Wunder, stammen doch viele Arrangements und auch die neuen, witzigen Texte von den Mitgliedern selbst. Zum Hörgenuss trug auch die tolle Akustik des vor zwei Jahren eröffneten Pfarr- und Gemeindezentrums bei.

Der euphorische Applaus am Ende zeigte, dass die Zuschauer am liebsten auch in die Vox-Orange-WG eingezogen wären.

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