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Gymnasium

31.01.2019

Einmal Freunde, immer Freunde

Lilli-Constance (rechts) und ihre Mitschülerinnen verteilten beim Deutsch-Französich-Tag am Königsbrunner Gymnasium nicht nur den leckeren Kuchen. Wer im Dreikönigskuchen eine Figur entdeckt, erhält auch eine Krone.
Bild: Elisabeth Rüster

Die Schulgemeinschaft feiert den Élysée-Vertrag. Warum es mit dem Kuchen auch eine Krone gibt

Während am 22. Januar auf der großen politischen Weltbühne in Aachen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron den neuen deutsch-französischen Vertrag unterzeichnen, leben die jungen Menschen und ihre Französischlehrer am Gymnasium Königsbrunn die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich, die bereits der sogenannte „Élysée-Vertrag“ ermöglicht hat. C’est la fête, es wird gefeiert, und das in dem von Cornelia Pruss, der Fachbetreuerin Französisch, festlich geschmückten Schulhaus.

Da die Liebe bekanntlich auch durch den Magen geht, gab es während der ersten Pause landestypische Spezialitäten und einen Einblick in das Brauchtum des französischen Nachbarn mit „Papillotes“, einem französischen Neujahrskracher, und der „Galette des rois“, dem französischen Dreikönigskuchen. In diesem runden Kuchen aus Blätterteig ist ein Figürchen versteckt. Wer die sogenannte Fève findet, wird zum König, zur Königin gekrönt. Neben selbst gebastelten Kronen lagen auf dem Tisch der Klasse 8a von Margarete Schwegler-Nebel auch Kronen aus Frankreich, die der Kunde dort in der Konditorei gleich zusammen mit seiner Galette überreicht bekommt.

Am Tisch, an dem die Lose für die Tombola verkauft wurden, herrschte reges Gedränge, denn so mancher Schüler schielte eher auf einen Trostpreis als auf die ausgezeichneten Gewinne. Das Deutsch-Französische Jugendwerk hatte eine große Kiste mit Bleistiften, Schlüsselbändern und Aufklebern geschickt, die heiß begehrt waren. Aber auch die Broschüren zum Jugend- und Schüleraustausch waren schnell vergriffen. Wer sich dem Trubel entziehen wollte, suchte die ruhige Nische auf, in der die Französischlehrerinnen Michaela Carpenter und Anita Becker-Schwaiger Schüler schminkten. Wie auch im vergangenen Jahr, in dem die beiden Länder Deutschland und Frankreich das 55-jährige Bestehen des Élysée-Vertrages gefeiert haben, lautete auch in diesem Jahr das Motto: Einmal Freunde, immer Freunde! Der Fachschaft Französisch war es ein Anliegen, nicht nur die großen Geburtstage der deutsch-französischen Freundschaft zu feiern, sondern den Gedanken der freundschaftlichen Verbindung zwischen beiden Ländern lebendig zu halten. Nur so könnten die Schüler ein Bewusstsein dafür entwickeln, was verantwortungsbewusste Politiker mit Weitblick und dem Willen zu einem friedlichen Miteinander bewirken können. Bis in die Gegenwart würden gerade junge Leute von den Partnerschaften und Austauschmaßnahmen, die der am 22. Januar 1963 unterzeichnete Deutsch-Französische Vertrag ermöglicht, profitieren. Denn die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks ermöglichte unzählige Begegnungen und war auch Grundstein für die inzwischen mehr als 30 Jahre währende Partnerschaft zwischen dem Gymnasium Königsbrunn und dem elsässischen Collège Les Ménétriers in Ribeauvillé. (AZ)

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