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09.03.2009

Einsatz auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Königsbrunn "Sie sind beide aktiv auf den Brettern, die für sie die Welt bedeuten", zog Bürgermeister Ludwig Fröhlich eine Parallele zwischen den beiden Gruppen, die er am Freitagabend mit dem Kulturpreis 2008 der Stadt auszeichnete. Der ging an die Theatergruppe Königsbrunn, die im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiern konnte. Den Anerkennungspreis erhielt die Big Band des Gymnasiums.

Dass beide Preisträger verstehen, ihr Publikum - wenn auch mit ganz unterschiedlichen Mitteln - bestens zu unterhalten, das bestätigte am Freitag der anhaltende Applaus von über 300 begeisterten Gästen. Die wurden schon zum Auftakt von der Big Band mit dem schmissigen Glenn-Miller-Stück "Pennsylvania 6-5000" in Stimmung gebracht.

Anerkennungspreis als Ansporn für junge Menschen

Nach den Lobreden auf beide Preisträger trat eine Ehemaligen-Formation der Schulband an. Die jungen Musiker sind größtenteils immer noch in verschiedenen Formationen aktiv und hatten in nur einer Probe fetzige Titel, unter anderem "The Healer" von Peter Herbolzheimer und "Splanky" von Count Basie, einstudiert.

Einsatz auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Schulleiter Werner Liessel lobte in seiner Laudatio, dass die Stadt mit dem Anerkennungspreis diesmal sehr jungen Menschen Ansporn und Motivation zukommen lasse. Er bezog auch ehemalige Bandmitglieder in die Ehrung mit ein und dankte ausdrücklich Bandleader Peter Salger sowie dessen Lehrer-Kollegen Bertram Hafner, der in der Band Gitarre spielt und die Tonanlage betreut, für ihren Einsatz.

Dr. Sebastian Seidel, Amateurtheater-Berater beim Bezirk Schwaben, hob eingangs die Leistung hervor, über 50 Jahre hinweg regelmäßig Stücke auf die Bühne zu bringen. Er lobte zudem die hohe Qualität im Spiel der Theatergruppe hervor, die er bislang leider nur von einer Videoaufzeichnung kenne.

"Sie spielen selbstverständlich und authentisch", merkte Seidel an, "und sie zeigen keine Scheu, das Publikum hereinzunehmen in ihr Stück." Er unterstrich, dass das Amateurtheater kulturelle und soziale Funktionen habe und bei den Akteuren auch "die Entfaltung zu einem selbstbewussten Menschen" fördere.

Einige davon konnten die Gäste dann auf der Bühne des Ulrichssaals verfolgen. Akteure der Theatergruppe präsentierten den vergnüglichen Einakter "Urlaub in Italien", über missglückte Kommunikation bayerischer Urlauber in der italienischen Gastronomie.

Lachsalven löste die Theatergruppe auch mit dem Sketch von der "Linie 3" (angelehnt an Weiß Ferdls Münchner Couplet) aus, die sich langsam und unter deftigen Streitereien der Fahrgäste auf die Königsbrunner Haltestelle "Museumskugel beim dachlosen Busbahnhof am eisigen Thermenblick zum fröhlichen Rodelberg" zubewegt.

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