1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Einstimmig gegen die Osttangente

Königsbrunn

22.04.2015

Einstimmig gegen die Osttangente

Mehr als 100 Zuhörer drängten am Dienstagabend in die Sitzung des Königsbrunner Stadtrats. Die überwiegende Mehrheit wollte verfolgen, wie das Gremium zur Planung für die B2 / Osttangente Augsburg Stellung nehmen würde.
Bild: Hermann Schmid

Stadtrat Königsbrunn lehnt die Planung im Süden der Stadt ab. Mehr als 100 Zuschauer verfolgen die Entscheidung live im Sitzungssaal.

Einstimmig hat der Stadtrat am Dienstagabend die vorliegende Planung für die sogenannte „B2 / Osttangente Augsburg“ abgelehnt. Die geplante Trasse der vierspurigen Schnellstraße im vierten Bauabschnitt zwischen Mering und der B 17 südlich von Königsbrunn, so heißt es in der Stellungnahme, bedeute für mehrere Tausend Menschen im Süden und Süd-Osten der Stadt „ein erhebliches zusätzliches Lärmaufkommen sowie eine entsprechend höhere Luftschadstoffbelastung“.

Mehr als hundert Königsbrunner, darunter auch Jugendliche und Kinder, waren in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen – die meisten von ihnen wohl, um die Entscheidung zur Osttangente zu verfolgen. Der Rat beschloss deshalb, das Thema vom vorletzten Tagesordnungspunkt nach vorne zu verlegen und umgehend zu behandeln.

Die Stellungnahme nennt keine Alternativen, sondern stellt lediglich fest, dass es für diese Trasse „mehrere, in Teilen über zehn Jahre alte Planungen“ gebe, die wesentlich geringere Auswirkungen auf Königsbrunner Flur mit sich bringen.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Im Rat gab es dazu keine Aussprache. Die Fraktionen hatten sich auf eine gemeinsame Stellungnahme geeinigt. Seit Ende März hatten Freie Wähler, Bürgerbewegung Königsbrunn und gemeinsam CSU, Grüne und FDP Anträge für den Stadtrat eingereicht hatten, die alle forderten, der Rat möge die für die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan vom Staatlichen Bauamt Augsburg skizzierte Trasse ablehnen. Auch die SPD hatte sich gegen diese Planung ausgesprochen und vergangenen Samstag an ihrem Infostand am Marktplatz 50 Unterschriften dagegen gesammelt.

„Wir hatten uns das erhofft“, kommentierte gestern Andreas Niess, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Keine Autobahn (BIKA), gegenüber unserer Zeitung die Stellungnahme. Die Osttangenten-Gegner freuen sich, „dass wir nicht gegen unsere Kommunalpolitiker angehen müssen, sondern dass sie mit uns zusammen in die gleiche Richtung laufen.“ Für BIKA sei es auch wichtig, nicht einfach die Planung auf Königsbrunner Flur abzulehnen und eine Verlegung auf die östliche Lechseite zu fordern, so Niess.

Ein weiteres Thema, zu dem ebenfalls einige Zuhörer gekommen waren, wurde von einer Mehrheit aus CSU, Grünen und FDP vertagt: Der Bebauungsplan für das „Tierparadies Königsbrunn“ des Tierschutzvereins Augsburg. Er sah auf dem Areal zwischen alter und neuer B17 ganz im Süden der Stadt zwei Gebäude mit 23 mal 50 und 30 mal 100 Meter vor. „Das sind über 5000 Quadratmeter“, so Doris Lurz (Grüne), das entspreche sechs Reithallen. Das Projekt an sich stelle man nicht infrage, aber es sollte kleinteiliger gestaltet werden. Die SPD wollte gerade dies beraten, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20DSC02717_B2.tif
Langerringen

Raiffeisenbank wächst im Kundengeschäft

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden