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Fasching

10.02.2019

Elf Elferräte treten gegeneinander an

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4 Bilder
Der Geschichtsunterricht der Gastgeber von der Neufnarria á la „Fack Ju Göhte“ sorgte für Lacher.

Die Budelonia Stockheim setzt sich mit ihrem Schneewittchen gegen zehn andere Elferräte beim Wettbewerb in Mittelneufnach durch. Die Leistung steigt von Jahr zu Jahr.

Was für ein Feuerwerk an Showeinlagen, was für eine Stimmung im pickepackevollen Gemeindezentrum Mittelneufnach: Beim Elferrats-Contest der Faschingsgesellschaft Neufnarria zeigen die Elferräte von elf Faschingsgesellschaften ihr tänzerisches Können mit vielen witzigen Einfällen und werden dafür von den zahlreichen Gardemädels und Besuchern ohrenbetäubend gefeiert. Am Schluss setzte sich die Budelonia aus Stockheim knapp vor der Ramminarria aus Rammingen und der Siedelonia aus Mindelheim durch.

Der Elferrats-Contest, bei dem sich die Elferräte der teilnehmenden Faschingsgesellschaften tänzerisch messen, ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Mittelneufnacher Faschings und nimmt in seiner Beliebtheit immer mehr zu. In diesem Jahr kamen gleich elf Vereine in die Stauden und zeigten auf der Bühne, dass auch die Herren der Schöpfung tänzerisch einiges drauf haben. Und auch wenn es bei diesem Treffen hauptsächlich um Spaß und gemeinsames Feiern geht – gewinnen wollen sie alle.

Elferräte werden immer besser

Gottfried Wenger, seit dem ersten Elferratstreffen in der Jury, sieht sogar eine Leistungssteigerung bei den Elferräten: „Wenn ich so zurückdenke, wie manche Elferräte früher über die Bühne rumpelten und was wir da heute für eine Qualität sehen, das sind schon ein paar Klassen Unterschied.“ Mit in der Jury sind jedes Jahr die Gardemajorinnen der teilnehmenden Vereine. Sie müssen die Darbietungen nach Thema, Ästhetik, Choreographie, Kostüme und Fun-Faktor beim Publikum bewerten. „Keine leichte Aufgabe“, finden Verena von der Faschingsgesellschaft Mindelau und Theresa von der Haselonia. „Wir müssen hier ohne Vergleich sofort nach dem Auftritt unsere Wertung abgeben – fast wie beim Eiskunstlauf.“ Per Los wurde schließlich die Startreihenfolge entschieden.

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Gleich zwei Märchen gab es zu Beginn. Die Gaudilonia aus Bad Wörishofen entführte das jubelnde Publikum zu Gnomeo & Julia, in das Land der Zwerge, Froschkönige und rosa Flamingos. Ebenfalls ins Märchenreich ging es mit dem späteren Sieger der Budelonia aus Stockheim. Ihre witzige Version von Schneewittchen war tänzerisch und choreografisch stark inszeniert und sorgte für das erste große Ausrufezeichen. Wenn ein Löwe, ein Zebra und eine Giraffe auf der Bühne tanzen und ein Nilpferd auf dem Jurytisch einen Tabledance vollführt, dann sind wir im Film Madagascar. Die Mattsiesonia aus Mattsies nahm die Zuschauer zum Ende des ersten Showblocks mit nach Afrika, wo natürlich auch die Affen und Pinguine in einer „tierisch“ guten Darbietung nicht fehlen durften.

Fasching, wie er sein muss: mit Musik, Tanz und Spaß

Zwischen den einzelnen Showblöcken konnten sich die Besucher dann selbst zu Musik von DJ Res auf der Bühne und an der Bar etwas lockern. Zurück in die guten 90er-Jahre tanzte und sang sich die Ramminarria aus Rammingen mit ihrer Mini Playback Show. Mit Robbie Williams, Helene Fischer, Michael Jackson und einer sehr „bauchfreien“ Britney Spears heizten sie dem Publikum mit einer guten Liederauswahl und einer überzeugenden Performance richtig ein und angelten sich so verdient den zweiten Platz. In ganz andere Sphären gleitete die Faschingsgesellschaft Mindelau. Mit dem Mann im Mond gelang ihnen im wahrsten Sinn des Wortes eine außerirdisch gute Einlage. Selbstverständlich durfte hier im Weltraum das Raumschiff Surprise nicht fehlen. Die Siedelonia aus Mindelheim holte die Zuschauer dann wieder auf den rauen Erdboden zurück und zeigte den Kampf von eiskalten Bankräubern gegen coole Cops. Hierbei glänzten sie mit tänzerisch starkem Niveau, was letztendlich mit dem dritten Platz belohnt wurde.

Auch im dritten Block waren die Themen sehr abwechslungsreich. Der urkomische Neufnarria-Geschichtsunterricht führte in die Steinzeit, in den Wilden Westen und zur Mondlandung und sorgte für Lacher. Die Faschingsgesellschaft Breitenbrunn würfelte sich in die Abenteuer von „Jumanji“, in dem sie vielen Gefahren mit Schlingpflanzen, Affen oder Wasser überstehen musste, bevor das Spiel einen guten Ausgang nahm. Mit farbenprächtigen Kostümen tauchte die Geltelonia aus Wiedergeltingen noch einmal in die Märchenwelt von Arielle, Vaiana und Eiskönigin ein und mischte die drei Storys tänzerisch perfekt zu einem tollen Auftritt. Ganz im Zeichen eines mystischen Schachbretts begeisterte danach die Haselonia aus Haselbach in schwarz-weißen Gewändern mit pfiffigen Ideen und tänzerischen Elementen. Zu guter Letzt marschierten die Star-Wars-Stormtroopers des Faschingneulings aus Traunried, der Traunarria, auf die Bühne. Mit der raffinierten Lichter-Dance-Show setzten sie einen würdigen Schlusspunkt und wahrscheinlich hätte auch Darth Vader seine große Freude daran gehabt.

Der Präsident kürt in Mittelneufnach den Sieger

Kurz vor ein Uhr war es dann soweit: Präsident Beef Schnitzler trat vor das wartende Publikum, um das Ergebnis zu verkünden und um die Preise und Pokale zu überreichen. Der nachfolgende Jubelsturm aus den siegreichen Lagern war wohl weit über Mittelneufnachs Grenzen zu hören und mochte gar nicht mehr enden. Anschließend feierten sich alle Faschingsfreunde gemeinsam noch weit in die Nacht und hier und da erklangen immer wieder die Schlachtrufe der Faschingsgesellschaften.

Noch mehr Fotos vom Elferratstreffen gibt es hier in unserer Bildergalerie:

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77 Bilder
Das Elferratstreffen in Mittelneufnach
Bild: Marcus Angele
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