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Mittelschule

11.11.2015

Eltern rügen langsame Reaktion

Sachverständiger Michael Carl erläuterte im Gebäude Süd der Mittelschule Königsbrunn den besorgten Eltern, welche Belastung der Raumluft er in verschiedenen Klassenzimmern gemessen hat und welche Schlüsse er daraus zieht.
Bild: H. Schmid

Schon seit Januar 2014 wird nach der Ursache für die schlechte Luft in den Klassenzimmern gesucht. Jetzt hat die Stadt erstmals Schallschutzdecken entfernt. Aber die Probleme sind noch nicht behoben

Seit Wochen, so berichten Eltern, klagen ihre Kinder über die schlechte Luft in einigen Räumen der Mittelschule, berichten von Kopfschmerzen, brennenden Augen und Schwindel, vereinzelt gar von Atemnot. Die Fünftklässler sind seit September im Gebäude Süd an der Mittelschule.

Nun hören sie, dass die Stadtverwaltung schon seit Anfang 2014 ein Umweltlabor auf die Suche nach den Ursache angesetzt hat. Das hat mehrmals genaue Messungen in den Räumen vorgenommen und erhöhte, allerdings nicht gesundheitsgefährdende Werte von Formaldehyd und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) festgestellt. Es hat Akustikdecken und die Platten der Schultische als Hauptquellen für Formaldehyd ausgemacht und in einem Gutachten vom Februar 2015 regelmäßiges Stoßlüften empfohlen, um die Konzentration zu senken.

„Warum nicht beide Quellen entfernen?“, will ein aufgebrachter Vater am Montag beim Infoabend für Eltern wissen. Man müsse doch noch irgendwo alte, unbelastete Holztische haben. Die meisten seien vom gleichen Hersteller, informiert Albert Teichner, der als geschäftsleitender Beamter im Rathaus das Thema betreut. Es sei nicht leicht, unbelasteten Ersatz zu finden.

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Mit raschen Schritten habe sich die Stadt auch deshalb zurückgehalten, erläutert Bürgermeister Franz Feigl, weil man von den Verursachern Schadenersatz wolle, für die schlechte Luft aber mehrere Quellen verantwortlich sind. So trage zu ihr auch Essigsäure bei, die aus Holzboden und Holzvertäfelungen entweicht. In den Herbstferien wurde nun in einem Raum die Akustikdecke entfernt, um ihren Beitrag nochmals isoliert in einem Prüfraum zu ermitteln.

Beim Infoabend bestreiten die Eltern die Messungen des Umweltlabors nicht, sie wollen aber nicht nur Zahlen hören, auch die Lösung „Stoßlüften“ reicht ihnen nicht. Das reiche nicht im Winter und bei einer Heizung, die das Schulhaus nicht warm bringe. Sie wollen eine klare Ansage, bis wann Akustikdecken und Schultische ausgetauscht sind. Feigl und Teichner versprechen schließlich Fakten bis Januar. Dann soll es einen weiteren Elternabend geben. "Region Augsburg Seite 27

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