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Straßberg

12.05.2015

 Energisches Eingreifen vom Bürgermeister schuf die Feuerwehr

Heute weist die Straßberger Feuerwehr einen hohen Stand an Ausbildung und Ausrüstung vor. Und sie freut sich auf ein neues Heim.
Bild: Anja Fischer

 Der Straßberger Verein blickt auf 140 Jahre zurück und freut sich auf sein neues Heim

  140 Jahre wird die Freiwillige Feuerwehr Straßberg alt und begeht das Jubiläum am Samstag, 16. Mai, mit einer Floriansmesse in der Straßberger Pfarrkirche Heilig Kreuz und einem Kameradschaftsabend mit Ehrungen im Gasthaus Castello di Roma.

Vorstand Robert Haas freut sich: „140 Jahre Freiwillige Feuerwehr Straßberg bedeuten 140 Jahre organisiertes Löschwesen im Ort.“ Am 10. März 1875 wurde die Wehr durch „energisches Eingreifen des Herrn Bürgermeisters Steichele ins Leben gerufen.“ So steht es im Dienstbuch. Dieses gibt über noch viel mehr Aufschluss.

So wurden bereits einige Wochen später Männer in die aktive Wehr aufgenommen, erste Übungen abgehalten und per Handschlag den Feuerwehrkameraden das Versprechen abgenommen, der Sache treu zu dienen. Gerade dies dürfte in den Anfangsjahren allerdings schwer gewesen sein: Es mangelte an der nötigen Ausrüstung. Erst 1878 erhielten die Kameraden eine Saug- und Druckspritze. 1882 wurde das erste Gerätehaus errichtet.

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Heute kann der Erste Kommandant Josef Zobel sich wieder auf ein neues Gerätehaus freuen, dessen Baubeginn noch dieses Jahr erfolgen soll. „Dann haben wir wieder eine zukunftsfähige Unterkunft für unsere derzeit 39 Frauen und Männer in der aktiven Wehr“, sagt er. Das ist wichtig. Ursprünglich zum Schutze der Bürger bei Brandgefahr entstanden, wandelten und erweiterten sich die Aufgaben der Feuerwehr über die Jahre. „Die Technik und die Ausrüstung haben bedeutende Fortschritte gemacht und die historische Aufgabe der Brandbekämpfung tritt immer mehr in den Hintergrund“, stellt Josef Zobel fest.

Kein Vergleich mehr zu 1935, als die erste Pumpe erneuert und die Ausrüstung mit einer fahrbaren Steigleiter erweiterte wurde. Oder zu 1950, als die Wehr mit einem dringend benötigten Tragkraftspritzenanhänger (TSA) ausgestattet wurde. Dieser wurde erst 1972 durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug ersetzt. Immerhin konnte Letzteres schon ein Jahr vorher im neu gebauten Feuerwehrgerätehaus an der Waldstraße untergestellt werden.

Das Jubiläum als Anlass, Danke zu sagen

Vorstand Robert Haas sieht in Anbetracht der langen Geschichte seines Vereins sicherlich genug Grund, um das Jubiläum zu feiern. „Es ist aber auch ein Anlass, um den Kameraden Danke zu sagen für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden“, meint er bestimmt. Er hoffe, so Haas, dies so weiterführen zu können. „Dafür ist es wichtig, dass es auch weiterhin junge Menschen gibt, die sich für unsere Idee begeistern, Menschen in Not helfen wollen und sich uns anschließen.“ Gerade um den Anforderungen der heutigen, schnelllebigen Zeit gerecht zu werden, sei es wichtig, dass die Feuerwehr in der Ausrüstung, der Ausbildung und dem Gerät mit der modernen Welt schritt halte.

Dafür investiert die Freiwillige Feuerwehr Straßberg im Jahr rund 1700 Aus- und Weiterbildungsstunden. Doch auch die Kameradschaft kommt nicht zu kurz. Und deshalb wird das Jubiläum mit einem Kameradschaftsabend begangen, getreu dem Leitspruch: „Gott zur Ehr’, dem nächsten zur Wehr. Einer für alle und alle für einen.“

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