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Medizin

19.05.2015

Erreger schneller erkennen

Neues Testgerät an der Wertachklinik Schwabmünchen

Die Gefahr durch multiresistente Erreger schneller erkennen und den Patienten dagegen schützen: Zu diesem Zweck haben die Wertachkliniken in ein neues Analysegerät investiert. Es soll innerhalb von 70 Minuten klären, ob ein Patient den sogenannten MRSA-Erreger in sich trägt. Das Bakterium kann gesunden Menschen in der Regel nichts anhaben. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem – wie es für viele Krankenhauspatienten zutrifft – kann es aber zu ernsten Erkrankungen führen.

Laut Schätzungen tragen etwa 30 Prozent aller Menschen den Erreger, der gegen mehrere Antibiotika immun ist, in sich. Besonders gefährdet sind Menschen, die schon einmal mit MRSA besiedelt waren, oder an chronischen Wunden leiden, aber auch Landwirte, die in der Viehzucht viel mit Antibiotika zu tun haben, und Menschen mit häufigen Krankenhaus- oder Heimaufenthalten. Besonders diese Patienten sollen von dem neuen Testverfahren profitieren.

Spenden erleichtern die Anschaffung

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Damit verkürze sich auch die gesamte Verweildauer der Patienten im Krankenhaus. Dr. Helmut Probst, Oberarzt der Inneren Medizin und Hygienebeauftragter an den Wertachkliniken verspricht: „Durch die schnelle Einleitung von hygienischen Schutzmaßnahmen im Falle eines MRSA-Nachweises kann die Gefahr einer Infektion minimiert werden.“

Das rund 36000 Euro teure Gerät wird zunächst nur in Schwabmünchen zur Verfügung stehen, da in Bobingen die Anzahl der Risikopatienten extrem niedrig sei, heißt es vonseiten der Klinik. An der Anschaffung beteiligt sich der Förderverein der Wertachklinik Schwabmünchen und trägt knapp die Hälfte des Kaufpreises.

Dabei hilft ihm die Raiffeisenbank Schwabmünchen mit einer Spende von 7500 Euro. Eine ähnliche Unterstützung der Wertachkliniken hat der Förderverein des Krankenhauses Bobingen angekündigt. (wido)

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