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Stadtrat

29.10.2013

Erste Erfolge beim Energiesparen

Bobingen nimmt städtische Liegenschaften unter die Lupe.

Bäder, Bauhof und Büros, Feuerwehrhaus, Kindergärten und Schulen – die Liste der städtischen Liegenschaften in Bobingen ist lang und der Energieverbrauch entsprechend hoch. Ständig steigende Kosten zwingen die Verwaltung, neue Wege zu gehen und zum Beispiel erneuerbare Energien noch stärker zu nutzen. Wo und wie genau gespart werden kann, geht aus dem ersten Energiebericht hervor, den Klimamanagerin Monika Gebhard dem Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung vorlegte.

Kommunales Energiemanagement heißt das Schlagwort, das Bürgermeister Bernd Müller so erläutert: „Die Motivation liegt nicht allein in der Wirtschaftlichkeit, sondern auch in der Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutzzielen. Bobingen als Energiestadt will seine Vorbildfunktion wahrnehmen und die Ziele der Energiewende gemeinsam mit den Bürgern voranbringen.“ Gebhards Bericht ist auf der Internetseite der Stadt einsehbar und soll für alle Bürger den Energie- und Wasserverbrauch bei den kommunalen Liegenschaften transparent machen.

Im Energiemanagement werden standardmäßig verschiedene Instrumente genutzt wie Verbrauchserfassung, Gebäudeanalysen, Betriebsoptimierung, Erstellung von Prioritätenlisten, Prüfung von Lieferverträgen und Rechnungen sowie Beratung und Unterstützung des Betriebspersonals. Gas-, Öl-, Nahwärme-, Strom- und Wasserverbrauch werden getrennt nach Nutzergruppen wie Schulen, Kindergärten und Verwaltungsgebäuden erfasst und ausgewertet. „Weil das je nach Außentemperatur stark schwanken kann, wird eine sogenannte Witterungskorrektur durchgeführt“, erläuterte Gebhard den Stadträten; somit ist der Verbrauch der verschiedenen Jahre direkt miteinander vergleichbar.

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Für alle großen Liegenschaften wird von den Hausmeistern eine monatliche Datenerhebung durchgeführt, die bis ins Jahr 2006 zurückreicht. Um einen Überblick über die wichtigsten energetischen Faktoren zu erhalten, müssen für jedes Gebäude mindestens folgende Daten erfasst werden: Nutzungsart, Baujahr, bauphysikalischer Zustand der Gebäudehülle, Heizungssysteme sowie elektrische Verbraucher. Als konkretes Beispiel führt der Energiebericht unter anderem den städtischen Bauhof auf.

Erste Erfolge durch den Einsatz regenerativer Heizanlagen

Die Klimamanagerin freute sich über erste Erfolge durch den Einsatz regenerativer Heizanlagen, die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, Beleuchtungsoptimierung oder energetische Sanierungen. „Die Einsparungen können jedoch nicht die Kostensteigerungen der Energieträger auffangen“, so Gebhard.

Die Auswertung der Verbrauchsdaten zeige, dass der eingeschlagene Weg richtig sei; weitere Anstrengungen seien jedoch notwendig, wenn Bobingen kommendes Jahr mit dem „European Energy Award“ ausgezeichnet werden will.

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