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Schwabmünchen

22.01.2019

Erwin Joppich ist der Motor des Automobilclubs

Erwin Joppich Vorsitzender des Automobilclubs Schwabmünchen In seinem Arbeitszimmer hängen zwei große Bilder: Eine Ehrenurkunde seines Automobilclubs für 40 Jahre Treue udn ein Poster seienr Lieblingsstadt München.
Bild: Reinhold Radloff

Erwin Joppich engagiert sich seit 40 Jahren im Vorstandsteam des Automobilclubs Schwabmünchen. Was ihm an der Vereinsarbeit am meisten Freude macht.

Dass Ehrenamt Spaß macht, dafür ist Erwin Joppich ein hervorragendes Beispiel. Denn ihm bereiteten 40 Jahre im Vorstand des Automobilclubs Schwabmünchen nach eigenen Aussagen viel Freude, immer, na ja, fast immer. Die jüngste und gleichzeitig höchste Würdigung seines Einsatzes für „seinen“ Verein erfuhr er kürzlich im Landratsamt.

Sie brachten wieder Leben in den Verein

Eigentlich war der Automobilclub Schwabmünchen vor 40 Jahren schon quasi totgesagt. Außer einer Fuchssuchfahrt, die bald darauf als zu gefährlich eingestuft und abgeschafft wurde, gab es noch ein paar nicht gerade spannende und wenig besuchte Clubabende, das war’s. Deshalb beschlossen Erwin Joppich und Jakob Kerker: Da müssen junge Leute in den Vorstand, damit sich wieder etwas bewegt. Also stellte sich Joppich als Zweiter Vorsitzender unter Adolf Deuringer zur Wahl. „Ich bekam zu meiner Überraschung sogar das Vertrauen der Mitglieder“, erinnert der sich inzwischen 75-Jährige.

Er brachte neue, frische Gedanken in den Verein ein, begann mit Ausfahrten nach München, in seine Lieblingsstadt, veranstaltete Betriebsbesichtigungen, lud zu kulturellen Veranstaltungen. Und was passierte? So langsam blühte der Verein wieder auf, gewann an Bedeutung in der Stadt. 2000 stellte sich dann Joppich als Vorsitzender zur Verfügung.

Die Arbeit ist sehr aufwändig

Jährlich rund 25 bestens besuchte Veranstaltungen, vor allem auch zur Verkehrssicherheit, gibt es seit vielen Jahren. Und große Reisen, unter anderem nach Skandinavien und nach Rom. „Dort wurden wir bei einer Papstaudienz sogar persönlich begrüßt“, erinnert sich der gebürtige Reichenberger begeistert, der sich selbst als Organisationstalent bezeichnet und viel Freude an kreativem Handeln hat. Sport spielt in dem Verein, im Gegensatz zu vielen anderen Ortsclubs, in Schwabmünchen eine geringe Rolle: Motorsport ist extrem aufwendig und bringt viele Probleme“, so Joppich, der sich freut, dass er einen der größten Ortsclubs Südbayern leitet, in dem inzwischen auch eine Oldtimer-Sparte gibt. „ADAC-Präsident Dr. August Markl hat mir persönlich gesagt, wie ihm die Arbeit im ACS imponiert“, so Joppich.

Vereinsarbeit, das ist für ihn eine freudige Beschäftigung, durch die er viele Freundschaften und Gleichgesinnte gefunden hat. „Ich fühle mich in unserer Gemeinschaft wohl, zumindest meistens.“ Was ihm nicht gefällt, ist, dass der Verein inzwischen zum Dienstleister geworden ist, die Mitglieder sehr hohe Erwartungen an ihn stellen und vieles als selbstverständlich betrachtet wird. Trotzdem: In all den 40 Jahren im Vorstand gab es wenig, was ihn wirklich geärgert habe. „Die positiven Erinnerungen überwiegen total, zum Beispiel unser kürzlich groß gefeierter 90. Geburtstag.“ Deshalb ist er auch in seinem fortgeschrittenen Alter noch voll bei der Sache, bringt neue Ideen ein, geht Kooperationen mit anderen Ortsvereinen ein, ist nach wie vor erfolgsorientiert. „Das geht aber nur, weil ich gesund bin, Zeit habe und Freude an dem habe, was ich tue“, erklärt der Versicherungswirt und ehemalige Versicherungsdirektor für Schwaben für die Alte Leipziger, der sich vor allem durch Tennis und Schafkopfen körperlich und geistig fit hält.

Joppich erhält Ehrenzeichen

Dass er kürzlich das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten erhielt (wir berichteten), bedeutet ihm viel: „Dadurch wurde mein ehrenamtlicher Einsatz bestens gewürdigt. Ich bin stolz darauf.“

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