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Untermeitingen

20.05.2015

Erzieherinnen streiken in zwei Kitas

Der Krippenanbau an den Untermeitinger Gießenburg-Kindergaten wurde im September 2013 eröffnet
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Der Krippenanbau an den Untermeitinger Gießenburg-Kindergaten wurde im September 2013 eröffnet
Bild: Ivanka Williams-Fuhr

In Untermeitingen blieben am Dienstag viele Kinder zuhause. Eltern zeigen Verständnis für die Anliegen des Warnstreiks

Auch Eltern in Untermeitingen spürten am Dienstag die Auswirkungen des bundesweiten Tarifkonflikts zwischen Erzieherinnen und öffentlichen Arbeitgebern. In zwei der drei gemeindlichen Kindertagesstätten nahmen nsgesamt elf Erzieherinnen am eintätigen Warnstreik teil, es gab nur ein Notangebot. Viele Eltern ließen ihre Kinder zuhause oder organisierten anderweitig eine Betreuung.

Im aktuellen Tarifkonflikt um die Einstufung von Kita-Mitarbeiterinnen bestreikt Verdi gezielt kommunale Kindergärten und -krippen. Das betrifft in unserer Region nur die Gemeinden Untermeitingen und Graben. In Graben beteiligte sich aber niemand am Warnstreik.

Am Gießenburg-Kindergarten schlossen sich sieben von über 20 Mitarbeiterinnen dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi für den vergangenen Dienstag an. Der wurde am Mittwoch vergangener Woche öffentlich gemacht. Weil der Gießenburg-Kindergarten für Freitag nach Christi Himmelfahrt schon länger einen Schließtag eingeplant hatte, wurden die Eltern noch am Mittwoch kurzfristig per Handzettel beim Abholen informiert, bericht Leiterin Monika Langer unserer Zeitung.

Am Montag zeichnete sich dann ab, dass etwa ein Drittel der Mitarbeiterinnen am eintägigen Warnstreik teilnehmen werden. Am Dienstag wurden für die Krippe nur knapp die Hälfte der Kinder gebracht, im Kindergarten war der Anteil etwas höher, so Langer.

„Ich habe kaum erlebt, dass sich Eltern beschwert haben“, berichtet die Leiterin, man hab durchaus Verständnis und Unterstützung erfahren für die Anliegen der Erzieherinnen. Am Warnstreik beteiligten sich nicht nur gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiterinnen im Gießenburg-Kindergarten, erzählt Monika Langer. „Auch nicht-organisierten Kolleginnen war das Anliegen so wichtig, dass sie deshalb auf ihren Lohn verzichteten.“

In der von-Imhof-Kindertagesstätte in Untermeitingen nahmen vier von 13 Erzieherinnen am Warnstreik teil. Hier wurde am Dienstag nur etwa ein Viertel der 70 Kinder gebracht. Es gabe in Krippe und Kindergarten jeweils eine Notgruppe, berichtet Gruppenleiterin Alexandra Appel. „Wir erhielten keine einzige Beschwerde.“

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