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Schwabmünchen

20.11.2019

Es geht rund in den Ulrichswerkstätten

Mit besonderen Lichteffekten werden die Kunstwerke bei der Vernissage der Ulrichswerktstätten in Schwabmünchen präsentiert.
4 Bilder
Mit besonderen Lichteffekten werden die Kunstwerke bei der Vernissage der Ulrichswerktstätten in Schwabmünchen präsentiert.
Bild: Nadine Kruppe

Elf Künstler mit Handicap zeigen ihre Werke bei der Vernissage in Schwabmüchen.

Bereits am Eingang, mit den großen beleuchteten Pappkugeln, erkennt man das Thema der diesjährigen Vernissage „Rund“ der Ulrichswerkstätte (UWA) der Caritas Augsburg (CAB) in Schwabmünchen. Im Vorraum warten die elf Künstler aufgeregt auf Eltern, Geschwister und Großeltern. Auch bei den Helfern am Buffet und den Getränken kann man die Aufregung ansehen. Dann endlich erklingt Musik. Karlheinz Hornung bittet mit seinen Gitarrenspiel zum Eintreten in den Saal.

„Ich kenne keine bessere Definition für das Wort Kunst als diese: das ist der Mensch.“ Mit diesem Zitat von Vincent van Gogh beginnt Herbert Kratzer, Geschäftsführer der CAB, seine Begrüßung. „Unsere Künstler stehen im Alltag vor Herausforderungen und Barrieren und haben trotzdem, oder gerade deshalb, ihre Ausdrucksform in der Kunst gefunden, mit der sie sich mitteilen und ihr Erleben und Empfinden visualisieren“, so Kratzer weiter.

Ein Jahr haben die Künstler unter fachkundiger Anleitung der Kunstpädagogin Alexandra Sauer in ihrem Werkstattatelier rund um ihr Thema „Rund“ gearbeitet. Viele Arbeiten sind entstanden und letztendlich wurde von den Malern entschieden, welche in die Ausstellung kommen und welche zum Versteigern angeboten werden.

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„Wenn etwas rund läuft, meinen wir damit, es ist im Fluss, es funktioniert, es gelingt und es wird gut. Diese Einschätzung passt hervorragend zum künstlerischen Kreislauf: Eindrücke werden gesammelt, Themen und Emotionen kommen auf. Mit diesen setzt man sich auseinander und verarbeitet sie mit Farben, Formen und Figuren und beendet es im Schaffen und Umsetzen.“, erklärte die Leiterin der UWA Schwabmünchen Katja Weh-Gleich den mehr als 80 Besuchern und eröffnete die Ausstellung.

Sofort begegnete den Gästen wieder das Thema. Die Namen der Künstler standen auf bunt angestrahlten großen Pappmascheekugeln verziert mit Luftballons. Auf den Bildern wurden verschiedene Maltechniken, Kreisformen, Farben und Hilfsmittel angewendet. So arbeitete zum Beispiel Merlinda Poppe mit einer Salatschleuder. „Ich habe ein wenig mit der Salatschleuder herum experimentiert. Dann sind mir die Ideen zu meinen Bildern gekommen. Es war gar nicht so einfach, die Farben mit der Pipette freihändig im Kreis zu malen und dann den richtigen Moment zu erwischen, um anzufangen zu drehen. Eigentlich habe ich andere Bilder geplant, aber ich hab mich dann spontan für die Bilder aus der Schleuder entschieden.“

Auch Barbara Schuhmacher beschäftigte sich mit dem Thema. „Ich habe Schablonen in verschiedenen Größen angefertigt und dann die Kreise auf mein Bild übertragen und anschließend mit Aquarellstiften ausgemalt.“, erzählt sie den interessierten Besuchern.

Ein Höhepunkt des Abends war die Versteigerung von 18 Bildern. Auktionator Andreas Böck hatte ganz schön zu tun, die Gebote rasten schnell in die Höhe. Es kamen über 1000 Euro zusammen, die für die Neuanschaffung für Malutensilien verwendet werden.

Besucher können die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Ulrichswerkstätten anschauen, montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr. Bitte vorher an der Pforte melden.

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