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Schwabmünchen

09.08.2018

Es klingen die Lieder im Luitpoldpark

Der Liederkranz Ettringen bereicherte die abendliche Serenade mit seinem gemischten Chor.
Bild: Hieronymus Schneider

Die Zuhörer in Schwabmünchen erwartete eine Serenade mit zwei Chören und viel Blasmusik.

Der Männerchor der Liedertafel holte sich für seine Sommerserenade im Luitpoldpark Verstärkung. Nicht nur der gemischte Chor Liederkranz Ettringen, sondern auch die Bläsergruppe (B)Lech-Wertach-Musikanten boten den etwa 700 Besuchern an diesem lauschigen Sommerabend unter den Bäumen des Festplatzes im Park einen Abend mit bester Unterhaltung.

Liedertafel-Vorsitzender Reinhard Liepert erinnerte in seiner Begrüßungsrede an die Gründung des mit 170 Jahren ältesten Vereins in Schwabmünchen. In den politisch unruhigen Zeiten des Jahres 1848 sei die Gründung eines Gesangsvereins auch ein vorgeschobener Grund gewesen, um sich unverdächtig versammeln zu können. „Das Politisieren kommt zwar auch heute noch manchmal vor, aber neben der Geselligkeit kommen wir jetzt vor allem zum gemeinsamen Singen zusammen“, sagte Liepert. Wie sehr der Männerchor unter der weiblichen Leitung von Ingrid Jürges sein Repertoire erweitert hat, bewies er zum Auftakt mit dem unvergesslichen Beach-Boy-Song „Barbar‘ Ann“, gefolgt vom Sound der 20er-Jahre „Ich hab dein Knie gesehen“.

Ungarischer Tanz und ein andalusischer Traum

Danach schmeichelten sich die etwa 20 Sänger mit dem „Bolero der Herzen“ bei ihren hinter dem Tresen stehenden Frauen ein, um dann mit „Rock'n'Roll für Alt und Jung“ den ersten Auftritt abzuschließen. Der Ettringer Liederkranz mit seinem Dirigenten Thomas Müller entführte das Publikum nach der melodiösen Elisabeth-Serenade mit dem „Ungarischen Tanz“, dem „Andalusischen Traum“ und „Santo Domingo“ auf eine Fernreise mit „Feurigen Herzen und rotem Wein“. Andächtige Stimmung kam auf, als Rudolf Grimme von den (B)Lech-Wertach-Musikanten ein Trompetensolo zum „Ave Maria der Berge“, gesungen von der Liedertafel, anstimmte. Nach dem italienisch gesungenen „La Montanara“ ging es mit dem Freddy-Quinn-Song „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ auf hohe See, um nach den „Träumen vom Glück“, „Mit Freunden zu feiern“.

Nach dem „Deutschen Regimentsmarsch“ ließen die Zuhörer die Gesangsgruppe nicht ohne die Zugabe „Dankeschön und auf Wiederseh’n“ von der Bühne gehen. Mit Weinliedern wie „Aus der Traube in die Tonne“, „Weinland“ und „In froher Runde“ besiegelte die Liedertafel den Reigen froher Lieder. Doch auch dieser Chor kam nicht ohne Zugaben davon. Den Wunsch der Menschen erfüllte Ingrid Jürges mit ihren Sängern mit „Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht“ und „Bajazzo“. Der Abend war damit noch nicht zu Ende, denn die Bläser der (B)Lech-Wertach-Musikanten mit ihrem Schlagzeuger hatten noch richtig Lust am Musizieren und spielten zwischen den Chören noch weiter, bis die letzten Gäste aufbrachen und schon die Tische und Bänke zusammengeklappt wurden.

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