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11.02.2015

Eurofighter warten auf den nächsten Auftrag

Kommodore Frank Gräfe 2014 in Kabul auf dem Weg zum Nato-Hauptquartier.
Bild: Claudia Stegmann

 Konflikte in aller Welt machen weitere Einsätze im Ausland denkbar. Das Geschwader plant  den  Umzug  und sein Chef spricht nachdenkliche Worte

  Im Juni kehren die Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 vom Lechfeld auf ihre Heimatbasis nach Neuburg/ Donau zurück. Wie angekündigt, ist dann die Startbahn dort erneuert. Das bekräftigte Kommodore Oberst Frank Gräfe beim Neujahrsempfang seines Geschwaders.

Zwei große „B“ stehen für die großen Themen des Geschwaders im vergangenen Jahr: nämlich die Baustelle in Neuburg und der Nato-Einsatz im Baltikum. Diese stellte Kommodore Oberst Frank Gräfe als die beiden charakteristischsten Ereignisse 2014 heraus.

Der Fliegerhorst am Lechfeld ist seit der Auflösung des Jagdbombergeschwaders 32 der zweite Standort für das Neuburger Geschwader, so Gräfe und dauerhaft Ausweichflugplatz für die Luftwaffe. Seit März 2014 erfüllen Die Eurofighter-Piloten vom Lechfeld aus den Kernauftrag, eine einsatzbereite Alarmrotte des Geschwaders, nämlich die Überwachung des Luftraums über Süddeutschland rund um die Uhr sicherzustellen. Im Schnitt steigen die Eurofighter rund 30 Mal im Jahr in die Luft, um unklare Situationen aufzuklären.

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Auch Auslandseinsätze gehören zum Leben der Soldaten. Von Lechfeld aus verlegte das Geschwader Ende August bis Ende Dezember vier Maschinen, 100 Soldaten und rund 500 Tonnen Material nach Estland, um dort, wie seit 2005 schon mehrmals, den baltischen Luftraum zu überwachen. Wegen der unsicheren Situation in Osteuropa werde dieser Auftrag seit vergangenem Jahr erstmals von drei Geschwadern aus Nato-Mitgliedsstaaten erfüllt. „Damit zeigen wir Solidarität zu unseren Partnerländern im Baltikum“, betonte Gräfe beim Empfang in Neuburg.

Weil „Einsatz unser Auftrag ist“, wie der Kommodore betonte, waren 2014 wieder fast 60 Soldaten aus Neuburg bei Auslandseinsätzen in der Türkei, auf dem Balkan, in Afrika und die meisten in Afghanistan – so wie der Kommodore selbst für sechs Monate.

Mit einem Hinweis auf die gerade unberechenbaren, unsicheren Ereignisse in der Welt, sei eine Prognose schwierig, was das Jahr 2015 für das Geschwader mit sich bringen werde. Vor einem Jahr, so der Kommodore, hätte sich niemand vorstellen können, dass deutsche Soldaten in den Irak verlegt werden könnten. „2014 hat auf brutale und erschreckende Weise gezeigt, dass selbst in unserer modernen Zeit politische, diplomatische und wirtschaftliche Maßnahmen an ihre Grenzen stoßen können, dass tödliche Konflikte selbst in Europa wieder möglich sind.“

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