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Klosterlechfeld

15.01.2019

Europameisterin lebt gerne auf dem Lechfeld

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Die Europameisterin im Pool-Billard, Karin Michl,bekam von Bürgermeister Rudolf Schneider eine Extra-Seite im Goldenen Buch der Gemeinde.
Bild: Hieronymus Schneider

Neubürger erzählen beim Neujahrsempfang, warum sie sich für Klosterlechfeld als Wohnsitz entschieden haben.

Immer mehr Menschen wohnen auf dem Lechfeld; dies liegt aber nicht nur an der Zunahme durch Geburten, sondern im Fall von Klosterlechfeld vor allem durch den Zuzug. So stieg die Einwohnerzahl auf inzwischen 3000 Menschen an. Einige dieser Neubürger folgten der Einladung zum Neujahrsempfang. Dazu zählte auch die amtierende Europa- und Deutsche Meisterin im Pool-Billard, Karin Michl mit ihrem Ehemann Bernhard.

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Man kann vor der Haustüre parken

Die beiden sind zwar schon vor etwa drei Jahren aus München zugezogen, aber bisher war Karin Michl bei jedem Neujahrsempfang bei einem Wettkampf unterwegs. „Obwohl wir Münchner sind, gefiel uns die Wohnsituation dort nicht mehr und wir suchten eine Wohnung auf dem Land“, sagt Bernhard Michl. Nach monatelanger Suche in der Nähe von München wurde das passende Objekt in Klosterlechfeld gefunden. „Man kommt heim und kann vor der Haustüre parken“, nennt Bernhard Michl den größten Vorteil gegenüber München. In Klosterlechfeld fühlt sich das Ehepaar wohl, ihre Arbeitsplätze konnten sie in die Nähe verlegen. Zur Ausübung ihres Sports muss Karin Michl allerdings weite Wege auf sich nehmen. Für den Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde wurde ihr eine Extra-Seite reserviert.

Umzug nach 31 Jahren

Erst vor einem Monat ist das Ehepaar Beate und Bernhard Hillenbrandt von Lagerlechfeld nach Klosterlechfeld gezogen. Der Umzug nach 31 Jahren hatte ganz pragmatische Gründe: Das Haus, in dem sie zur Miete wohnten, wurde von den Erben des Eigentümers verkauft. „Eine passende Wohnung fanden wir in Klosterlechfeld und mit der Einladung zum Neujahrsempfang fühlen wir uns hier gleich willkommen“, sagten die beiden zufrieden.

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Katharina Reingruber kam als Angestellte bei der Firma Hilti von Würzburg nach Kaufering und lernte dort ihren Partner kennen, der bereits seit etwa 20 Jahren in Klosterlechfeld wohnt. „Ich finde Klosterlechfeld ganz toll und habe bei der Feuerwehr gleich Anschluss zum Dorfleben gefunden. Wir wollen hier bleiben und möglichst ein Haus bauen oder kaufen“, sagt die junge Neubürgerin.

Der gemeinsame Neujahrsempfang der kirchlichen und der politischen Gemeinde stand überwiegend im Zeichen des abgelaufenen Jubiläumsjahres „200 Jahre Gemeinde Klosterlechfeld“. Nach den Neujahrswünschen der Sternsinger und der musikalischen Eröffnung des Bläserensembles der Musikschule unter der Leitung von Martin Wiblishauser ließ Bürgermeister Rudolf Schneider die Ereignisse des Jubiläumsjahres Revue passieren und ehrte Menschen, die für das Gelingen der vielen Veranstaltungen sorgten mit Bürgermedaillen und Gutscheinen.

Am Ende seiner Ehrungen bedankte sich der Zweite Bürgermeister Erwin Mayer bei Schneider für sein Engagement und seine Ideen als „Kopf“ des Jubiläumsjahres. Neben den Feierlichkeiten wurden auch zukunftsweisende Projekte begonnen oder vorangetrieben. Schneider nannte insbesondere den Beschluss zum Neubau eines Kindergartens mit angrenzendem Baugebiet, den Umbau der Grundschule und des bestehenden Kindergartens sowie des Bahnhofsgebäudes zum Vereinszentrum für den Steinheberverein und die Faschingsgesellschaft und den sozialen Wohnungsbau am Bahnhof. Der Bahnhof soll künftig zu einer Drehscheibe des öffentlichen Personennahverkehrs ausgebaut werden, sagte Schneider und erklärte: „Die Bahn hat den barrierefreien Ausbau des Haltepunktes zugesagt und für die Buslinie 712 ist eine Wendeschleife am Bahnhof mit Bahnunterführung in der langfristigen Planung.“

Verkehrsdichte wird zum Problem

Die immer größer werdende Verkehrsdichte müsse nicht nur durch Umgehungsstraßen, sondern auch durch Carsharing, Fahrdienste und Pendlerangebote verringert werden, mahnte der Bürgermeister. In diesem Zusammenhang wies er auf die Veranstaltung der Bürgergemeinschaft Lechfeld am 7. Februar im Rathaus hin, bei der es um das Thema Nachbarschaftshilfe geht.

Pfarrer Thomas Demel blickte schon auf das nächste Jubiläum in diesem Jahr, denn im Jahr 1719 wurde der Kalvarienberg unter dem Franziskanerpater Sebastian Höss aufgebaut. Der inzwischen mehrmals renovierte Bau erhielt 2017 noch ein Geländer für die sichere Begehung, „obwohl in den 300 Jahren niemand heruntergefallen ist“, wie Pfarrer Demel bemerkte. Nun steht der 300-Jahresfeier nichts mehr im Wege.

Für die Renovierung des Klostergebäudes wurden Aktionen wie der monatliche Klosterbiergarten, das Klosterlädle mit eigenen Erzeugnissen aus dem Klostergarten gegen Spenden ins Leben gerufen. Die Pfarrjugend wird sich in einer 72-Stunden-Aktion um die Erneuerung des Pfarrgartens kümmern, die am 26. Mai von Weihbischof Wörner gesegnet wird. Die Gemeinde und den Bauhof bat der Pfarrer um Unterstützung bei der Renovierung der Gartenmauer. Besonders bedankte sich Pfarrer Demel bei Brigitte Holzer für die Ausschmückung der Kirche zu allen Anlässen auch nach dem Tode ihres als Mesner tätigen Mannes Werner Holzer.

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