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Landkreis Augsburg

16.06.2017

Fahrradfreundlichkeit: Bestnoten für Landkreis-Städte

Die Städte im Landkreis Augsburg erhalten von den Radfahrern gute Noten
Bild: Felicitas Macketanz (Symbol)

Königsbrunn, Bobingen und Neusäß unter den Top 50 in Deutschland. In welchem Ort es viel Kritik hagelt.

Königsbrunn ist die fahrradfreundlichste Stadt im Landkreis: Das geht aus der aktuellen Untersuchung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hervor (wir berichteten). Doch auch andere Gemeinden haben gepunktet. Beim sogenannten Fahrradklima-Test wurde die Fahrradfreundlichkeit von mehr als 500 deutschen Städten bewertet. Rund 120000 Interessierte hatten sich beteiligt.

Königsbrunn landete auf Platz 17 aller Städte mit weniger als 50000 Einwohnern und erhielt die Gesamtbewertung 2,89. Dahinter folgen Bobingen (Platz 25; Note 3,03), Neusäß (34; 3,11), Schwabmünchen (130; 3,62) und Stadtbergen (259; 3,99). Gersthofen taucht im Ranking nicht auf. Der Grund: Es fanden sich nach Angaben des ADFC nicht genügend Teilnehmer, die eine Bewertung abgegeben hatten. Sie sollten ihre Einschätzung zum Radverkehr ihrer Kommune online oder auch in Papierform geben. Bewertet wurden die Antworten auf einer sechsstufigen Skala, was mit Schulnoten vergleichbar ist.

Königsbrunn mit Bestnote bei Erreichbarkeit des Zentrums

Bei dem Fragebogen ging es beispielsweise um die Erreichbarkeit des Stadtzentrums. Hier hat Königsbrunn mit einer 1,7 eine Bestnote bekommen. Eine 1,9 gab es für „zügiges Radfahren“. Zum Vergleich: Für den Deutschland-Sieger Reken, ein Luftkurort nahe der niederländischen Grenze, gab es zweimal eine Note 1,5.

Laut ADFC gehört zu einer fahrradfreundlichen Stadt vor allem ein durchgängiges, großzügiges, intuitiv verständliches Radverkehrsnetz quer durch die ganze Stadt. Für Alltagsradler, die mit dem Rad zur Arbeit oder zu Terminen fahren, sei eine direkt geführte Verbindung wichtig. Sie soll ein zügiges Vorankommen ermöglichen. Für den Freizeitverkehr sollte es laut ADFC zusätzlich attraktive Grünrouten geben. In Wohngebieten und verkehrsberuhigten Bereichen könne der Radverkehr auf der Autospur geführt werden, an stark und schnell befahrenen Straßen müsse es aber einen getrennten Radweg oder eine geschützte Radspur von mindestens zwei Metern Breite geben.

Was wünschen sich die Radfahrer selbst? Mehr Werbung für die Fortbewegung auf zwei Rädern. Das jedenfalls lässt sich aus den Noten der Interviewteilnehmer für Bobingen und Neusäß ablesen. In den beiden Städten sollte es auch mehr öffentliche Fahrräder geben.

Was hingegen in Schwabmünchen aufstößt: die Wegführung entlang von Baustellen, die Mitnahme von Rädern im öffentlichen Verkehr und auch Kontrollen von Falschparken auf Radwegen. In Stadtbergen werden die Breite und die Reinigung von Radwegen kritisiert. Deutlich wird in der jüngsten Landkreis-Stadt auch: Der Stellenwert des Radverkehrs dürfte insgesamt höher sein.

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