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Bobingen

24.11.2014

Falscher Kaminkehrer mit neuer Betrugs-Masche unterwegs

Ein Kaminkehrer sorgte für jede Menge Ärger.
Bild: Symbolfoto: Ralf Lienert

Schornsteinfeger sollen ja eigentlich Glück bringen. Dieser Kaminkehrer aber sorgte lediglich für jede Menge Ärger und verursachte zudem einen hohen finanziellen Schaden.

Auf eine ganz neue Masche des Trickbetrugs ist jetzt eine Hauseigentümerin im Fliederweg in Bobingen hereingefallen. Der Vorfall passierte am Donnerstagnachmittag.

Der Mann war gekleidet wie ein Kaminkehrer und legte zudem einen Ausweis vor. Dass dieser gefälscht war, konnte die Frau nicht erkennen. Er gab sich als Meister aus und sagte, dass er den Kamin des Hauses auf Schäden hin überprüfen müsse. Der falsche Kaminkehrer tat dann so, als würde er den Schornstein überprüfen. Hierzu verwendete er ein unbekanntes Gerät.

Direkt nach der scheinbaren Überprüfung setzte er die Frau unter Druck. Er drohte mit der sofortigen Stilllegung des Kamins, wenn sie nicht Reparaturarbeiten in Höhe von 6500 Euro von ihm durchführen lässt. Der unbekannte Täter forderte auch gleich eine Anzahlung für das Beschaffen von Reparaturmaterial in Höhe von 2000 Euro. Die Frau besorgte sich das Geld und übergab es dem falschen Kaminkehrer. Dieser bestätigte den Erhalt des Geldes auch noch mit seiner Unterschrift. Allerdings war auch diese gefälscht.

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Bei der Überprüfung des vorgelegten Kaminkehrerausweises durch die Polizei Bobingen ergab sich, das der Kaminkehrermeister zwar tatsächlich existiert, der Täter aber zur Täuschung dessen Daten verwendete. Bei dem falschen Kaminkehrer handelt es sich nach Auskunft der Polizei um einen etwa 40 bis 50 Jahre alten Mann, 1,80 Meter groß, dunkelblonde Haare, ohne Brille. Er trug eine Kaminkehrer-Kleidung und hatte schwarze Handschuhe an.

Die Polizei rät beim Auftreten solcher Trickbetrüger dazu, nach Möglichkeit Kennzeichen eines eventuell mitgeführten Fahrzeuges zu notieren. Aufträge dieser Art werden von einem Kaminkehrer nicht ausgeführt, sondern von einem Handwerksbetrieb. Ein seriöser Handwerksbetrieb macht zuerst einen Kostenvoranschlag in Schriftform, bevor er die Arbeiten ausführt, rät die Polizei. Auch eine Anzahlung an der Haustüre sei nicht üblich. Hier wird eine Überweisung angeregt. In der Regel dürfte es so sein, dass die Hauseigentümer „ihren“ Kaminkehrer kennen und somit bei „fremden“ Personen gesundes Misstrauen ratsam ist.

Hinweise nimmt die Polizei Bobingen unter Telefon 08234/9606-0 entgegen.

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