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München überschreitet Corona-Grenzwert

14.07.2010

Farbe im Foyer

Frank Schwindling, Silvia Kugelmann und Eleonore Walcher (v.l.) stellen im Foyer des Landratsamts Augsburg ihre Bilder aus. Die Ausstellung geht noch bis zum 15. Juli. Fotos: Manuel Wenzel
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Frank Schwindling, Silvia Kugelmann und Eleonore Walcher (v.l.) stellen im Foyer des Landratsamts Augsburg ihre Bilder aus. Die Ausstellung geht noch bis zum 15. Juli. Fotos: Manuel Wenzel

Landkreis Augsburg Drei Mal Kunst, drei Charaktere, drei Stile: Das macht das Wesen der Ausstellung "Dreierlei" aus, die am Montagabend im Foyer des Landratsamtes eröffnet wurde und dort bis zum 15. Juli zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen ist. Drei Persönlichkeiten stellen dort aus, die im öffentlichen Leben eine ganz andere Funktion haben, als Künstler zu sein, wie Laudatorin Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev, die am Lehrstuhl für Kunstpädagogik der Uni Augsburg tätig war, in ihrer Festansprache sagte: Es sind die Kutzenhausener Bürgermeisterin Silvia Kugelmann, Kreisbaumeister Frank Schwindling und Innenarchitektin Eleonore Walcher aus Friedberg.

Zu allen Künstlern hat Landrat Martin Sailer eine persönliche Beziehung, freilich zu seinem Kreisbaumeister ohnehin und auch zu einer Bürgermeisterin aus seinem Landkreis. Eleonore Walcher war es, die im vergangenen Jahr sein Büro neu gestaltete und deren Stil ihm gefiel. "Kunst schafft Verbindungen und mitmenschliches Verständnis", sagte er in seinem Grußwort.

Für Silvia Kugelmann ist ihr künstlerisches Schaffen ein Ausgleich zu ihrer beruflichen Tätigkeit als Bürgermeisterin. Als gelernte Paramentstickermeisterin gehörte kunsthandwerklicher Ausdruck freilich schon immer zu ihrem Alltag. Heute drückt sie in ihren großen Bildern in Acryl und Mischtechnik vor allem ihre Lebensfreude aus: "Hier kommt die Sonne", "Freiheit" oder "Sommer" sind die 14 Werke betitelt. Goldornamente scheinen dabei oft durch - vielleicht eine Erinnerung an ihre Stickarbeiten. Ganz offen zu dem Thema, das ihn ständig begleitet, bekennt sich Frank Schwindling hingegen in seinen kleinformatigen Aquarellen. Es ist die Architektur, und nur die Architektur. Es scheint, als habe er auf einer Reise nach Italien mit dem Ziel Venedig, das er als "meine Stadt" bezeichnet, stets das Skizzenbuch herausgezogen und Kirchen und Häuser von Deubach über Innsbruck bis Venedig festgehalten. In feurige Farben werden die Gebäude in detailverliebter Spielart getaucht und verlieren so eine ganze Menge von ihrer Strenge.

Ein spielerisches Gerücht

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Spielerisch geht auch Eleonore Wachter an ihre Kunstwerke in verschiedenen Techniken heran. So kommt etwa das "Gerücht" gespickt mit Konfetti daher. "Farbe ist ihr Energiezentrum", so Gabriele Roth-Bojadzhiev über die Friedbergerin, die eigentlich aus einer Musikerfamilie kommt.

Das Foyer des Landratsamtes zu beleben, wie es Landrat Sailer mit den nun regelmäßigen Ausstellungen vorhat, gelingt mit dieser abwechslungsreichen, farbenfrohen Schau ganz gewiss. (jah)

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