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Klosterlechfeld

06.03.2019

„Fasching in Klosterlechfeld ist noch lange nicht tot“

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Bei Prinzessin Bianca I. flossen nach dem letzten Auftritt die Tränen.
Bild: Susanne Raffler

Fans feiern auf dem Lechfeld eine ausgelassene und emotionale Kehrausparty im Feuerwehrhaus. Warum Bürgermeister Rudolf Schneider zum Sargträger wird.

Von wegen „Schluss mit Lustig“. Beste Stimmung herrschte bei der großen Kehrausparty, die am Faschingsdienstag im Klosterlechfelder Feuerwehrhaus als Ersatz für den abgesagten Faschingsumzug stattfand. Präsident Ali Brecheisen will von einer angeblichen Auflösung seines Vereins gar nichts hören. „Natürlich müssen wir uns nach dieser traurigen Erfahrung erst mal orientieren und ein neues Konzept erarbeiten, aber Schluss ist hier noch lange nicht“, so Brecheisen, der schon auf den 111. Geburtstag seiner Gesellschaft im Jahr 2022 vorausblickt.

Lecharia-Fans sind zuverlässig und treu und so war die Halle schnell gefüllt, die Stimmung durch DJ EmKay angeheizt und das Publikum in ausgelassener Feierlaune. In der Küche hatte das fleißige Helferteam für leckeren Krustenbraten und allerlei andere Köstlichkeiten gesorgt, an der Bar herrschte reger Andrang und die Tanzfläche war meistens gut gefüllt. Schwung in die Halle brachte auch der Lechfelder Liederkranz. Dirigent Alexander Krumm hatte mit seinem Chor ein Mitsing-Medley mit bekannten alten Hits wie „Schön ist die Liebe im Hafen“ oder „Links-rechts-vor-zurück“ einstudiert, zu denen die Halle schunkelte und lautstark mitsang.

Bürgermeister Rudolf Schneider als Sargträger

Aber Klosterlechfeld wäre nicht Klosterlechfeld, wenn es da nicht ein paar unermüdliche Faschingstreue geben würde, die eine Zug-Absage nicht einfach so hinnehmen. Der „Lechfelder Fasnachtskrampf“ war gekommen, um den Fasching zu bestatten und hatte mit dem lustigen Slogan „Wir bestatten auch Ihren Fasching“ gleich ein Angebot für andere Faschingsgesellschaften mit Umzugsnöten in der Totenkiste. In die Reihe der Sargträger reihte sich mit betretener Miene auch Klosterlechfelds Bürgermeister Rudolf Schneider.

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Ebenfalls mit einem Sarg war der Lechfelder Liederkranz vor Ort. Dieser allerdings war aus Glas und täuschte nur den Scheintod des Umzugs vor. Schneewittchen und mehr als sieben Zwerge begleiteten das durchsichtige Gefährt. Und die „Auferstehung 2020“, präsentiert von den Bestattern des TSV Klosterlechfeld, ließ dann doch die Hoffnung auf einen Umzug im kommenden Jahr aufblitzen. Und so machte sich schließlich doch noch ein kleiner (Trauer-)Umzug auf den Weg durch die Straßen Klosterlechfelds. Am Straßenrand standen unerschütterliche Umzugsfans, bei denen allerdings nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie für ihr Erscheinen bestochen wurden.

Tränen beim Prinzenpaar Bianca I. und Alexander II.

Letztlich flossen aber trotzdem die Tränen. Für das diesjährige Prinzessin Bianca I. und Prinz Alexander II. war der Kehraus der letzte Auftritt als Lecharia-Prinzenpaar und somit besonders emotional. Das sympathische Paar zeigte noch einmal sein tänzerisches Können auf dem Parkett. Die ergriffene Prinzessin konnte die Tränen nicht unterdrücken.

Und auch Garde und Elferrat lagen sich zum Schluss gerührt in den Armen. „Der Fasching in Klosterlechfeld ist noch lange nicht tot und wir werden alles dafür tun, dass es noch lange weitergeht, das ist für mich die große Botschaft des heutigen Tages“, sagte Lecharia-Hofmarschall Matthias Krause.

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