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Siedlungskirche Bobingen

27.03.2009

Fast eine halbe Million vom Bistum

Ostern wird für die Pfarrgemeinde "Zur Heiligen Familie" in Bobingen-Siedlung diesmal ein ganz besonderes erfreuliches Fest. "Wir sitzen in den Startlöchern, denn direkt nach Ostern beginnen die Renovierungsarbeiten", freut sich Kirchenpfleger Günter Gunzenheimer. Von Vera Novelli

Bobingen. Ostern wird für die Pfarrgemeinde "Zur Heiligen Familie" in Bobingen-Siedlung diesmal ein ganz besonderes erfreuliches Fest. "Wir sitzen in den Startlöchern, denn direkt nach Ostern beginnen die Renovierungsarbeiten", freut sich Kirchenpfleger Günter Gunzenheimer. Gemeint ist die Sanierung des durch Feuchtigkeit bis zur Gefahr eines Deckeneinsturzes gebrachten Gotteshauses. Seit vergangenem Oktober ist es gesperrt. Gunzenheimer sieht sich in seinem Optimismus nun durch das Bistum bestärkt: "An Weihnachten sind wir wieder in der Kirche."

Gemacht werden kann nicht alles, was er für nötig hält. Aber die Finanzierung des Nötigsten ist nun auch durch die Bischöfliche Finanzkammer gesichert. Deren Direktor Dr. Donaubauer bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung eine Vereinbarung, die er mit Pfarrer Pluta und Kirchenpfleger Gunzenheimer traf: Hinsichtlich der Notwendigkeit der statischen Sanierung der Pfarrkirche bestand Einigkeit. Die Besprechung erbrachte auch hinsichtlich der offenen Frage der Finanzierung eine Lösung. Die Gesamtmaßnahme beläuft sich auf 580 000 Euro. Die Pfarrei kann mit einem diözesanen Zuschuss in Höhe von 480 000 Euro rechnen, der noch vom bischöflichen Bauausschuss in seiner Sitzung am 14. Mai formal zu bewilligen ist.

Damit erzielte die Pfarrei einen Kompromiss, mit dem sie gut leben kann. Ihr Ausgangspunkt in den Gesprächen war, dass die Diözese die Baukosten alleine schultert, abzüglich des Zuschusses der Stadt Bobingen in Höhe von 58 000 Euro. Denn schon bislang steckte die Pfarrei viel Geld in das von Beginn an mit Problemen behaftete Bauwerk. Doch auch mit dem neuen Kostenanteil kann der Pfarrer gut leben - wenn seine Gemeinde nur bald wieder ein Gotteshaus hat: "Wir haben es mit Hilfe aller geschafft. Die Stadt Bobingen unterstützt uns mit 58 000 Euro, die Diözese übernimmt 480 000 Euro. Damit bleiben der Gemeinde 42 000 Euro, ein Betrag, den wir garantiert zusammenbekommen."

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Sanierungsbeginn vor Ostern

Inzwischen hat der mit der Sanierung beauftragte Architekt eine Ausschreibung an regionale Firmen gestartet. Sobald die Entscheidung für ein Unternehmen fällt, kann es mit der Sanierung losgehen. Und das soll schon gleich nach Ostern sein. Der Optimismus an der Spitze der Pfarrei in der Bobinger Siedlung scheint es mit jeder Hürde aufzunehmen. Bei aller Hochstimmung bleibt die Pfarrei doch weiter emsig bei der Sache, denn die Rettungsaktion ist noch nicht zu Ende; Ministranten und Frauenbund haben schon verschiedene Aktionen angekündigt, bei denen Geld reinkommen soll. Die CSU Bobingen hat inzwischen ein Spendenkonto zugunsten der Siedlerkirche propagiert. Die Theater-Schmiede Bobingen will sich ebenfalls für das Projekt einsetzen. "Das Fastenessen hat schon 378,50 Euro eingebracht", listet Gunzenheimer auf. Jeder Cent sei willkommen.

Am vergangenen Sonntag hat der Pfarrer einen Aufruf nach der Messe gestartet: "Wenn jede Familie 100 Euro bringt, sind wir alle Schulden los." "Wir haben nichts dagegen, wenn es mehr ist", ergänzt Günter Gunzenheimer und verspricht: "Heiligabend 2009 in unserer Kirche ist kein Traum mehr."

Spenden können an die Pfarrei Zur Heiligen Familie überwiesen werden, Konto 400 403 776 bei der Raiffeisenbank Bobingen, Bankleitzahl 720 690 36

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