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Schwabmünchner

21.02.2019

Feuer bricht in Mehrfamilienhaus aus

In einem Mehrfamilienhaus in Schwabmünchen hat es am Mittwochabend gebrannt. Ein Rauchmelder hat das Schlimmste verhindert.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein Rauchmelder alarmiert die schlafenden Bewohner - darunter sind auch Kinder. War eine Zigarette der Auslöser?

Es ist ein Szenario, vor dem sich viele Menschen fürchten: Ein Feuer bricht in den eigenen vier Wänden aus – während alle Bewohner schlafen. Genau das ist am späten Mittwochabend in einem Mehrfamilienhaus in Schwabmünchen geschehen.

Insgesamt neun Menschen wohnen in den drei Wohnungen des Gebäudes in der Mindelheimer Straße – darunter ein Kind und ein Baby. Gegen 23 Uhr schlug plötzlich der Rauchmelder in der Wohnung im Dachgeschoss an. Im Abstellraum, der sich vor dieser Wohnung befindet, war ein Feuer ausgebrochen. Die bereits schlafenden Bewohner der angrenzenden Wohnungen wurden durch den schrillen Alarmton des Rauchmelders geweckt und unternahmen sofort Löschversuche. Andere Bewohner brachten sich in Sicherheit und alarmierten die Feuerwehr.

22 Feuerwehrmänner sind in Schwabmünchen im Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Schwabmünchen rückte mit insgesamt fünf Fahrzeugen und 22 Kräften aus. Vor Ort entfernte die Feuerwehr unter schwerem Atemschutz das verbrannte Inventar aus dem betroffenen Raum und kontrollierte die Brandstelle auf Glutnester. Da sich der Brandrauch stark im Gebäude ausgebreitet hatte, kamen auch zwei Druckbelüftungsgeräte zum Einsatz.

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Drei Personen – darunter ein Baby – wurden nach Angaben des Feuerwehrkommandanten Stefan Missenhardt vom Rettungsdienst betreut und mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus Schwabmünchen gebracht. Dass der Brand in dem Mehrfamilienhaus nicht schlimmer, endete sei laut Missenhardt dem Rauchmelder zu verdanken: „Früher wäre so ein Brand anders ausgegangen.“

Polizeichef Gernot Hasmüller unterstreicht Bedeutung von Rauchmeldern

Dies bestätigte Gernot Hasmüller, der Leiter der Schwabmünchner Polizeiinspektion: „Ein Rauchmelder wird unbedingt benötigt. Ohne ihn hätte sich das Feuer weiter ausgebreitet und hätte vermutlich dann auch noch Fluchtwege versperrt.“

Am Inventar, dem hölzernen Treppenhaus und der angrenzenden Wohnung entstand durch den Brand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden in Höhe von rund 10000 Euro. Nach einer Stunde war der Einsatz für die Feuerwehr beendet und die Bewohner konnten zurück in ihre Wohnungen.

Die Polizei hat bereits eine erste Vermutung, wie das Feuer ausgebrochen sein könnte: eine noch glimmende Zigarette im Mülleimer der Abstellkammer. Dieser Verdacht habe sich laut Hasmüller bei den Befragungen der Bewohner herauskristallisiert.

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