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Brauchtum

19.02.2013

Feuer und Flamme für das Funkenfeuer

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Die Reinhartshofer Dorfjugend führte den langen Fackelzug zur Feuerstelle oberhalb des Weihertals an.

In Reinhartshofen versucht man, den Winter auszutreiben und den Frühling zu begrüßen. Mehr als 40 Kindern sind dabei

Großaitingen-Reinhartshofen Es war wieder ein echtes Ereignis. Mit einem großen Funkenfeuer wurde in Reinhartshofen wieder versucht, dem Winter endgültig den Garaus zu machen. Ein alter Brauch, um den nahenden Frühling zu feiern. Die weit über 30 Meter in den Nachthimmel leuchtenden Flammen boten ein eindrucksvolles Szenario.

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Mit einem langen Fackelzug mit der Dorfjugend an der Spitze setzten sich die Teilnehmer in Bewegung Richtung Weihertal. Unter Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr Reinhartshofen wurde dann mit den Fackeln das Feuer entzündet.

Weihertaler Kickers richten das Funkenfeuer seit 1984 aus

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„Das Funkenfeuer am Fastensamstag gehört in Reinhartshofen zu alter Tradition“, erzählt Jakob Reißer, Vorsitzender der Weihertaler Kickers, Motor und Initiator vieler örtlicher Aktivitäten. Die Kickers führen die gesellige und sehenswerte Veranstaltung seit 1984 in Eigenregie durch. „Der Erhalt des Brauchtums ist uns sehr wichtig“, sagt Reißer. „Diese Tradition wollen wir an unsere Jugend weitergeben.“ Es sei „einfach schön zu sehen, wie so eine Veranstaltung auch zum Zusammenhalt im Dorf beiträgt“, freut sich Reißer. „Die Jugend ist mit Feuer und Flamme dabei, ebenso wie die Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte.“

Mehr als 40 Kinder mit Fackeln machen sich alljährlich in Begleitung von über 100 Erwachsenen auf dem Weg zum Funkenfeuer. „Das ist schon einmalig“, strahlt Reißer. „Dafür nehmen wir gerne die nicht unerheblichen Kosten, etwa für Zugmaschinen oder die Fackeln sowie die vielen Auflagen, in Kauf.“ Das Funkenfeuer, und darauf legt Reißer großen Wert, sei „eine rein natürliche Sache“. Nur Holz und Streu werden verbrannt, sonst nichts. „Es geht ja schließlich um unsere Umwelt“, so Reißer.

Vorbereitungen laufen seit vergangenem Dezember

Schon im Dezember machten sich die Hobbyfußballer auf den Weg in den Gemeindewald, um Holz für das Funkenfeuer zu sammeln. Das gesammelte Holz – insgesamt 18 Fuhren – wurde mit den Zugmaschinen an den Feuerplatz transportiert. „Der Aufbau des Hochstapels dauert mehrere Stunden“, sagt Reißer. „Das Holz wird kegelförmig um ein rund 20 Meter langes Holzkreuz aufgestockt und der Turm zusätzlich mit Stroh gefüllt.“ An der Spitze sei die „Winterhexe“, eine selbstgebastelte Strohpuppe, befestigt, die als Höhepunkt des Spektakels verbrannt wird. Je länger der Funken braucht, um abzubrennen, desto besser wurde das Gebilde gestapelt. Das Funkenfeuer hat für ein nachbarschaftliches Treffen gesorgt. Die Bewirtung übernahmen die Weihertaler Kickers. Auf die wartet in den kommenden Wochen viel Arbeit. Die neue Sportanlage mit Dusch- und Umkleidecontainern soll im Frühjahr installiert werden. Die Container stellt die Gemeinde zur Verfügung, viele der Arbeiten führen die Kickers in Eigenregie durch.

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