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Großaitingen

13.01.2019

Feuerwehrversammlung: Neue Jahr beginnt mit Einsatz

Für langjährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurden geehrt: (vorne von links) Josef Vogt, Peter Berger, Alois Echter und Xaver Donderer. In der hinteren Reihe von links: Vorsitzender Stefan Hutter, Roland Wetzstein (25 Jahre aktiver Dienst), Kreisbrandinspektor Günter Litzel, Kommandant Johann Mayr, Neuzugang Roman Grundl und Bürgermeister Erwin Goßner.
Bild: Hieronymus Schneider

Kurz vor der Dienst- und Generalversammlung bekämpft die Großaitinger Feuerwehr einen Kellerbrand. Warum sich ein Waldarbeiter bei den Rettungskräften bedankt.

Noch bevor die Feuerwehr bei ihrer Dienst- und Generalversammlung die Bilanz des vergangenen Jahres ziehen und einen Ausblick auf das neue Jahr geben konnte, stand schon der erste Einsatz an. „Es ist gerade mal drei Tage her, dass unsere Feuerwehr bei einem Kellerbrand Schaden von den betagten Bewohnern durch rechtzeitiges Eingreifen abwenden konnte“, sagte Bürgermeister Erwin Goßner und unterstrich damit die elementare Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die Dorfgemeinschaft.

Kommandant Johann Mayr berichtete von einem Personalzuwachs von 75 auf 78 aktive Wehrmänner durch die Neueintritte von Thomas Bogner, Dennis Niggl und Roman Schmid. Während der Versammlung wurde noch ein weiterer Neuzugang mit dem 38-jährigen erfahrenen Feuerwehrmann Roman Grundl aufgenommen. Grundl ist aus Inningen zugezogen und dort schon seit 1995 Feuerwehrmann.

Deutlich mehr Einsätze für die Großaitinger Feuerwehr

Die 56 Einsätze des vergangenen Jahres stellen eine deutliche Steigerung gegenüber den 29 des Vorjahres dar. Siebenmal wurden Brände bekämpft, in 25 Fällen technische Hilfe geleistet und elfmal Tiere gerettet oder eingefangen. Ebenso oft fielen Verkehrssicherungen bei Veranstaltungen an und zweimal wurde der Rettungsdienst unterstützt. Ein Waldarbeiter bedankte sich während der Versammlung persönlich für die Erste Hilfe und Bergung nach einem Unfall im Wald bei Reinhartshofen, bei dem sein Bein bei der Arbeit mit einer Seilwinde von einem Baumstamm eingeklemmt wurde. Die Feuerwehr war noch vor dem Rettungsdienst am Unfallort eingetroffen. Kommandant Mayr wies dabei auf die Bedeutung des Rettungspunktes am Reinhartshofer Berg als Sammelstelle für Einsatzkräfte hin.

Viel Zeit wurde in zwei Gesamtübungen und in verschiedene Spezialausbildungen und Schulungen investiert. „Unsere neun Löschgruppen absolvierten ihre je sechs Gruppenübungen zusammen an insgesamt 18 Abenden“, sagte Mayr. Ein Probealarm mit Evakuierung im Kindergarten wurde mit einer Besichtigung des Feuerwehrfahrzeuges verbunden.

Die beiden Kassenprüfer, Leo Kastel und Reinhold Michel, stellten sich wieder zur turnusmäßigen Wiederwahl und wurden einstimmig im Amt bestätigt. Zuvor hatten sie dem Kassier Martin Sumser eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Der konnte das Gesamtguthaben um etwa 3700 Euro auf über 30550 Euro vermehren.

Roland Wetzstein, Markus Lehle und Wolfgang Hutter geehrt

Kreisbrandinspektor Günther Litzel konnte eine staatliche Ehrung für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit der silbernen Ehrennadel an Roland Wetzstein verleihen. Ebenso lange sind der stellvertretende Kommandant Markus Lehle und Wolfgang Hutter aktive Feuerwehrmänner. Sie waren aber an der Teilnahme verhindert und erhalten ihre Ehrungen später.

Für langjährige Treue zum Feuerwehrverein ehrte der Vorsitzende Stefan Hutter folgende passive Mitglieder: Für 60 Jahre Peter Berger. Für 50 Jahre Xaver Donderer und Alois Echter. Für 40 Jahre Josef Vogt sowie Alois Keller und Franz Stellinger.

Stefan Hutter, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, zeigte in seinem Jahresbericht im voll besetzten Saal des Gasthofs „Grüner Kranz“ auch die gesellschaftliche Rolle der Feuerwehr auf, die weit über die reinen Einsätze hinausgeht. So sammeln deren Mitglieder die Christbäume in der Gemeinde ein und übernehmen die Bewirtung im Gemeindesaal bei der Bürgerversammlung, dem Fronleichnamsfest und am Volkstrauertag. Neben der Absicherung nimmt auch immer eine Festabordnung am Fronleichnamsumzug und am Leonhardiritt teil. Beim 60. Geburtstag von Pfarrer Hubert Ratzinger war die Feuerwehr ebenso mit einer Fahnenabordnung im Gottesdienst und anschließendem Zug zur Mehrzweckhalle vertreten wie beim Spalier stehen bei sechs Hochzeiten von eigenen Kameraden. Der Kameradschaftsabend fand mit etwa 70 Besuchern regen Zuspruch und beim „Aitinger Advent“ war die Wehr mit Glühweinstand und ihren beliebten Reiberdatschis vertreten. Zum Jahresende wurden die gelben Säcke an alle Haushalte verteilt. Die Repräsentation Großaitingens bei Festumzügen in anderen Orten gehört ebenso zu den Aufgaben des Feuerwehrvereins. Im vergangenen Jahr nahm eine Abordnung mit dem historischen Fahrzeug und der Fahne am 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Agawang teil, heuer steht das gleiche Gründungsfest der Feuerwehr Auerbach am 9. Juni und der Festumzug „Bobingen 50 Jahre jung“ am 14. Juli auf dem Programm.

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