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Fischach

05.04.2017

Fischach bekommt endlich einen Drogeriemarkt

Noch in diesem Jahr möchte der Discounter Netto in ein neues Gebäude in der Ortsmitte umziehen. Dann soll eine Filiale des Drogeriemarktkette Rossmann in dem Markt an der Augsburger Straße folgen. Seit 2012 Schlecker schloss, gab es in Fischach keine Drogerie dieser Größe mehr.
Bild: Marcus Merk

Verträge sind unterschrieben. Auch die Post plant Neues für den Standort. Mit Folgen für Dinkelscherben

Was passiert eigentlich mit dem Gebäude des jetzigen Netto, wenn der Discounter auf das ehemalige Gelände der Gärtnerei Weinert an der Augsburger Straße umzieht? Jetzt steht es fest: Fischach bekommt den lang ersehnten Drogeriemarkt. Ein Sprecher der Kette Rossmann hat auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt, dass eine Filiale mit etwa 800 Quadratmetern Verkaufsfläche geplant ist. Der Vertrag sei bereits unterschrieben, so der Firmensprecher weiter. Mit der Eröffnung könne noch in diesem oder auch im nächsten Jahr gerechnet werden – je nachdem, wann der Bau für den Netto steht und der Discounter wirklich umziehen kann. Jahrelang hatte sich, gemäß den Wünschen der Fischacher, unter anderem Bürgermeister Peter Ziegelmeier dafür eingesetzt, dass eine Drogeriemarktfiliale in den Ort komme. 2012 hatte Schlecker in der Ortsmitte geschlossen, damals hatte Ziegelmeier alle Drogeriemarktketten angeschrieben und einen Nachfolger gesucht.

Wie schnell es nun mit Rossmann gehen wird, das wurde unter anderem auf der Gemeinderatssitzung am gestrigen Dienstag entschieden. Denn dort ging es zum wiederholten Mal um Einwendungen der Nachbarn und öffentlichen Bedenkenträger zum Neubau für den Discounter auf dem einstigen Gärtnereigelände. Erst wenn alle Einwendungen abgearbeitet sind, kann der Gemeinderat dem Bauantrag des Investors zustimmen. Unter anderem war es in den vergangenen Wochen um offene Fragen rund um den Lärmschutz der Anlieger sowie um einen Schutz vor ablaufendem Wasser auf dem abschüssigen Gelände gegangen (eigener Bericht folgt).

Nach Auskunft von Netto steht übrigens noch nicht fest, wer im neuen Geschäft den Backshop betreiben wird. Aktuell ist das die Vollwertbäckerei Schneider aus Neusäß. Die Verhandlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, heißt es von Netto.

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Noch mehr große Firmen?

Fischach könnte sich zudem noch an anderer Stelle verändern. Seit etwa eineinhalb Jahren, so Bürgermeister Ziegelmeier, gibt es Gespräche mit einem Post-Dienstleister zum möglichen Umzug des Zustellstützpunktes in das Gewerbegebiet „Weite Eiche II“. Laut Ziegelmeier geht es um ein Grundstück mit 4000 Quadratmetern. Der Sprecher der Deutschen Post, Erwin Nier, bestätigt: „Wir brauchen mehr Platz.“ Denn immer noch werden die Postlieferungen für den Bereich Fischach im ehemaligen Postgebäude neben dem Rathaus sortiert und auf Zustellfahrzeuge verladen. Doch die Lösung sei nicht mehr zeitgemäß, so Nier. „Vor acht Jahren hat die Deutsche Post jeden Tag zwei Millionen Pakete zugestellt, heute sind es doppelt so viele“, beschreibt er. Der neue Stützpunkt soll dann nicht mehr nur für Fischach, sondern außerdem für Gessertshausen und Dinkelscherben und damit für 20 Zustellbezirke zuständig sein, der Stützpunkt in Dinkelscherben werde dann aufgegeben. Wann es so weit ist? Das ist noch nicht absehbar. „Wir arbeiten weiter daran“, so Nier. Im Moment liefen Gespräche mit möglichen Investoren.

Ebenfalls noch offen ist, wann die Ortsmitte von Fischach sich mit dem Neubau für die Kreissparkasse und für das Rathaus verändern wird. So viel steht schon fest: Für beide Gebäudekomplexe gibt es bereits Entwürfe der jeweiligen Architekten. Die würden aktuell aufeinander abgestimmt, so Ziegelmeier. In wenigen Wochen sollen dann im Gemeinderat, zunächst nicht öffentlich, mögliche Lösungen vorgestellt werden. Die Ideen gingen von eher traditionell bis modern, verrät der Bürgermeister bereits.

Er bekräftigt den Entschluss des Gemeinderats, das Rathaus neu zu bauen. Das aktuelle Gebäude, mehr als 40 Jahre alt, sei stark sanierungsbedürftig, „von der Heizung bis zum Dach“. Außerdem habe die Verwaltung einfach zu wenig Platz. Und barrierefrei sei das jetzige Rathaus auch nicht. Da aber eine Sanierung mindestens eine Million Euro gekostet hätte und sich gleichzeitig die Möglichkeit geboten habe, in die Ortsmitte umzuziehen, hatte sich der Gemeinderat dafür entschieden.

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