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Elektroautos

16.05.2011

Flitzer fährt wie eine Straßenbahn

Den Tesla-Roadster – das schnellste für den Straßenverkehr zugelassene Elektroauto – und andere Fahrzeuge, die durch Strom bewegt werden, präsentierte der Solarverein Sowas am Samstag auf dem Königsbrunner Wochenmarkt.
Bild: Foto: H. Schmid

Solarverein Sowas stellt beim Königsbrunner Wochenmarkt neues Mobil vor

Königsbrunn Auffällige Farbe, abnehmbares Verdeck, tiefe Straßenlage, sportliches Chassis – der Tesla Roadster erfüllt alle Erwartungen an einen Sportwagen. Na ja, fast alle. Beim Klang kann der 248 PS starke Flitzer mit einem Porsche nicht mithalten. Will er auch gar nicht.

Denn im Heck röhrt kein Zwölfzylinder, sondern schnurrt leise und hell ein Drehstrommotor, dem 6831 Zellen handelsüblicher Lithium-Ionen-Akkus den „Saft“ liefern. Damit kann der Wagen in weniger als vier Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer beschleunigen.

Peter Braunmandl hat den Sportwagen von der Häring Solar GmbH (Schwabmünchen und Obermeitingen) auf den Königsbrunner Wochenmarkt geholt, als Blickfang für einen Info-Stand zur Sonnenenergie und über Elektrofahrzeuge. Damit organisierte der Solarverein Sowas am Samstag eine von rund 5500 Veranstaltungen im Rahmen der bundesweiten Woche der Sonne.

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Dass die an diesem Vormittag erst mal nicht scheint, tut dem Engagement der Solarenergie-Befürworter keinen Abbruch. Es gebe bereits solide Berechnungen, so Braunmandl, dass überregionale Verbünde aus Solar-, Wind- und Wasserenergie solche Schwankungen ausgleichen könnten.

Er verweist auf eine Karte am Stand, die aufzeigt, dass Deutschland die größten Anteile an Erdöl und Erdgas aus unstabilen Ländern wie Saudi-Arabien, Iran und Russland bezieht. Dies müsse man durch saubere heimische Energiequellen ersetzen. „Wir haben ja nur Sonne und Wind“, so Braunmandl – „und Intelligenz!“, fügt Alwin Jung an.

Das Dröhnen aus dem Motorraum bleibt aus

Aber statt Grundsatzdiskussionen interessiert die Besucher am Stand die Praxis der Elektrofahrzeuge. Die kleinen Modelle wie „Zero“ und „Think City“ und den Roller „Vectrix Maxi-Scooter“ können alle Probe fahren, im Tesla darf man auf dem Beifahrersitz Platz nehmen.

Wenn Peter Braunmandl bei ihm aufs „Gaspedal“ drückt, werden die Insassen merklich in die Schalensitze gedrückt. Nur das Dröhnen des Motors bleibt aus. Stattdessen ein Summen aus dem Heck, das etwas lauter und in der Tonlage höher wird – ähnlich einer anfahrenden Straßenbahn.

Peter Lurz hat drei Modelle getestet und ist vom Fahrgefühl fasziniert: „Mein nächstes Auto wird bestimmt ein Elektrofahrzeug.“

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