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Wohnmobil-Stellplatz

03.08.2012

Förderung für Tourismus auf dem Lechfeld – oder in Augsburg?

Große Mehrheit im Stadtrat beschließt den Bau. Verwaltung hatte die Kosten für das Projekt deutlich reduziert

Königsbrunn Die Stadt wird rund 160000 Euro ausgeben, um an der Königsallee, nahe Therme und Mercateum, einen Stellplatz für Wohnmobile zu errichten. Dafür gab der Stadtrat nun – gegen die Stimmen der SPD-Fraktion – grünes Licht. Ende April war die von der Bauverwaltung vorgelegte Planung im Rat noch recht kritisch kommentiert worden. Damals lag die Kostenschätzung deutlich über 230000 Euro. Das Projekt hätte damit fast das gesamte Budget, das für insgesamt drei Investitionen im Sport- und Freizeitpark West vorgesehen war, verbraucht. Die abgespeckte Version erhält nur eine Zufahrt über den Parkplatz an der Königsallee und auch keine Schranke mit Bezahlsystem mehr.

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„Unsere Optimierungswünsche sind erfüllt“, signalisierte Alexander Leupolz die Zustimmung der CSU-Fraktion. Florian Kubsch würdigte die „Bemühungen um Kostenreduzierung“, kündigte aber dennoch ein Nein der SPD an: „158000 Euro sind zu viel für das Stadtmarketing von Augsburg.“

Schlafen in Königsbrunn, Geld ausgeben in Augsburg?

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Er unterstellte damit, dass vor allem Wohnmobil-Urlauber in Königsbrunn übernachten, die in erster Linie Augsburg besuchen und dort ihr Geld ausgeben. Da widersprach Jürgen Raab (FW), der selbst viel mit dem Wohnmobil reist: „Ein vernünftiges Konzept wird von Wohnmobilisten angenommen. Die Leute werden hier ihre Freizeit verbringen und Geld hier lassen.“ Der Ertrag für Königsbrunn sei nicht messbar, so Alwin Jung (Grüne), aber irgendwas müsse man tun.

Manfred Buhl wies darauf hin, dass auch bei anderen Investitionen der Stadt die Amortisation nicht entscheidend sei. Er sei einfach nur „happy“, nach 15 Jahren Einsatz für dieses Projekt endlich ein Ergebnis zu sehen. (hsd)

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