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Schwabmünchen

29.04.2019

Frauenkirche: Der Sanierungsfall ist abgeschlossen

Nach langer Sanierung wird die Schwabmünchner Frauenkirche am 1. Mai Wieder eröffnet
Bild: Christian Kruppe

Die Frauenkirche in Schwabmünchen strahlt in neuem Glanz. Am Mittwoch wird mit einem Festgottesdienst der Abschluss der Arbeiten gefeiert. Eine neue Orgel erklingt.

Weit mehr als ein Jahr mussten die Schwabmünchner auf die Frauenkirche „verzichten“. Ein maroder Dachstuhl in Verbindung mit einem einsturzgefährdetem Turm machte eine Sperrung nötig. Besonders bitter war dies für viele Brautpaare, denn die Frauenkirche ist die traditionelle Schwabmünchner Hochzeitskirche. Das ist aber ab Mittwoch wieder möglich.

Doch der schiefe Trum ragte nach Osten und war gar einsturzgefährdet. Der Turm, der nachträglich 1848 errichtet worden war, hatte statische Probleme, morsche Balken trugen ihn. „Der Turm stützte sich auf Balken, die praktisch nicht mehr vorhanden waren. Ich weiß nicht, wie lange er noch gestanden wäre, hätten wir bei der Überprüfung nicht so genau hingeschaut“, verdeutlicht Leutgäb den schlechten Zustand damals. Diese Probleme sind mittlerweile behoben. Im Inneren der Frauenkirche wütete zudem der Holzwurm, in der Mauer steigt Feuchtigkeit auf und die Elektrik war veraltet. Mittlerweile wurde der Turm mit einer Stahlkonstruktion gestützt, der Innenraum begast, um den Holzwurm loszuwerden, das Dach neu gedeckt, die Uhr renoviert und die Elektrik erneuert. In den vergangenen Wochen wurde noch der Außenputz erneuert, die Fassade gestrichen, die Orgel und die Kirchenbänke wieder eingebaut. Die Gesamtkosten für die Renovierung der Frauenkirche belaufen sich auf etwa 905 000 Euro.

Seit Herbst 2017 war die Kirche geschlossen

Seit Herbst 2017 war die Kirche wegen der Renovierungsarbeiten geschlossen, bis jetzt. Am Mittwoch öffnet das sakrale Kleinod wieder seine Pforten. Mit einem Festgottesdienst wird wird die Kirche wieder eröffnet. „Wir haben schon die ersten Buchungen für Hochzeiten“, berichtete Stadtpfarrer Christoph Leutgäb. Doch jetzt steht erst einmal die feierliche Eröffnung an. Um zehn Uhr beginnt am Mittwoch der Festgottesdienst. Dabei gibt es für die Gäste auch zum ersten Mal die neue Orgel der Frauenkirche zu hören. Die alte Orgel aus dem Jahr 1975 ist verkauft worden. Deren Problem war der Aufstellort, auf einer beengten Seitenempore. Dadurch war ein Musizieren von Chor und Instrumentalensembles nicht möglich, zudem war der Klang für den Kirchenraum nicht optimal.

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Neue Orgel steht unter der Westempore

Die neue Orgel steht nun unter der Westempore, was ein ein gemeinsames Musizieren mit Chor und Orchester möglich macht. Am Mittwoch gibt es bei der Premiere die „Kleine Orgelsolomesse“ von Josef Haydn zu hören. Es musizieren der Chor St. Michael und das Orchester „Capella St. Michael“ unter der Leitung von Stefan Wagner.

Die „neue“ Orgel der Frauenkirche ist ein Instrument aus der Werkstatt des Allgäuer Orgelbauers Martin Gegenbauer (Leutkirch). Sie wurde Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts für einen Privatkunden erbaut.

Für die Aufstellung in der Schwabmünchner Frauenkirche wurde ein Gehäuse in Gitteroptik angefertigt. Den Abbau beim Vorbesitzer und den Aufbau in der Frauenkirche übernahm der Orgelbauer Gunnar Schmid.

Festablauf: 10 Uhr Festgottesdienst mit der Orgelsolo-Messe von J. Haydn, 11.15 Uhr Festzug zur Schlosstraße 2, 11.30 Uhr Festakt mit Grußworten, 12.15 Uhr Gemeinsames Mittagessen.

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