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Mickhausen

27.12.2019

Freie Wähler wollen das Rad nicht neu erfinden

Mirko Kujath

Großes Interesse beim Info-Abend der Freien Wähler in Mickhausen. Das sind die Ziele der jungen Gruppierung.

Seit Anfang Dezember gibt es in Mickhausen die „Freien Wähler Gemeinde Mickhausen“. Die Gruppierung will mit einer eigenen Kandidatenliste für den Gemeinderat kandidieren und mit Mirko Kujath auch einen Bürgermeisterkandidaten stellen. Vergangene Woche luden die Freien Wähler zu einem offenen Forum ins Schützenheim ein. Rund 40 interessierte Bürger kamen und informierten sich dabei nicht nur über die Ziele und Ideen der Freien Wähler, sondern diskutierten auch um deren Inhalte.

Genau das war das Ziel der Veranstaltung, was der FW-Vorsitzende Mirko Kujath schon bei der Begrüßung darstellte. „Wir wollen das Rad nicht neu erfinden“, sagte Kujath. „Vieles ist gut in Mickhausen, einiges lässt sich verbessern. Wir haben keine in Stein gemeißelten Vorstellungen – die Bürger sind uns wichtig. Wir möchten erfahren, was die Mickhauser bewegt, wo es hapert, was sie sich wünschen. Deshalb möchten wir in offener Runde mit Euch sprechen.“ Die Mitglieder der Freien Wähler stellten sich zunächst vor und brachten ihre Themen ein. Vom Kindergarten über die Bushaltestellen, Schülerlotsen und dem Spielplatz drehten sich Ideen in Sachen Nachwuchs, die Klaus Fischer und Marc Schlachter ansprachen. Die Dorfgemeinschaft als solches lag bei Thomas Bissinger und Jan Nicolaus im Blickpunkt. Die beiden „Zugereisten“ würden sich gerne noch mehr mit ihren Mitbürgern austauschen, aber es fehlt in ihren Augen ein Treffpunkt. „Sowas, vielleicht in Verbindung mit einem Dorfladen. Die werden sogar gefördert“, erklärt Bissinger. Markus Merk aus Münster ergänzt, dass es auch an einem Ort für die Jugend fehle.

Mirko Kujath: Beim Breitband- und Mobilfunkausbau ist noch viel zu tun

Kujath stellte fest, dass beim Breitband- und Mobilfunkausbau noch viel zu tun sei. „Es wäre schon mal gut, wenn die Bürger wüssten, was geplant ist“, so der Bürgermeisterkandidat. In der anschließenden Diskussion mit den Gästen gab es viele Ideen zu den von den Freien Wählern angesprochenen Punkten. Gerade bei der Spielplatzfrage war auch die Bereitschaft zur Eigeninitiative groß. Es wurde auch festgestellt, dass es in den Ortsteilen gar keine Spielplätze gibt.

Freie Wähler wollen das Rad nicht neu erfinden

Sehr emotional diskutiert wurde die Frage, ob es ausreicht, dass es ein reges Vereinsleben in Mickhausen gibt. Denn nicht jeder interessiert sich für die Inhalte der Vereine oder hat zeitlich die Möglichkeit, Mitglied zu werden. Möchte aber dennoch am Dorfleben teilnehmen und sich einbringen.

Die Freien Wähler waren nicht nur von dem großen Andrang zu ihrer Veranstaltung überrascht, sondern freuten sich auch über die aktive Teilnahme an der Diskussion. „Viele der Besucher meldeten sich zu Wort, was zeigt, dass die Mickhauser gerne mitdenken und mitreden, wenn sie denn die Möglichkeit bekommen“, stellt Kujath fest. Am 7. Januar wollen die Freien Wähler im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ihre Liste nominieren. „Wer Interesse hat, bei uns mitzumachen, kann sich gerne melden. Vor allem über einige weibliche Mitglieder würden wir uns freuen“, erklärt Kujath. Um die Frauen besser teilhaben zu lassen, soll eine weitere Infoveranstaltung an einem Wochenende folgen. „Da haben es voraussichtlich vor allem Mütter leichter“, so Kujath. (krup)

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