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Graben

11.02.2019

Freizeitanlage gehört aufgewertet

Das Lagerlechfelder Freizeitgelände am Rodelberg soll nach Willen des Gemeinderates optimiert werden. Die immer wieder demolierten Sitzgelegenheiten sollen verschwinden.
Bild: Uwe Bolten

 Der Gemeinderat möchte in Lagerlechfeld einiges verändern, und das beginnt schon bei den Begriffen. Auch der Rodelhügel in Graben wird in der Sitzung thematisiert.

Die geplante Erweiterung des Freizeitgeländes Graben um einen Rodelhügel versank im klaren Wasser des Baggersees, an dem er gelegen sein sollte. Dies gilt jedoch nur für die verwendeten Bezeichnungen und Begriffe, die in den Stellungnahmen des Landratsamtes, Abteilung Städtebau, sowie der Unteren Naturschutzbehörde zur 9. Änderung des Flächennutzungsplans moniert wurden. „Das Symbol im Plan für Freizeit und Erholung ist zu entfernen, der Begriff Rodeln darf nicht verwandt werden. Es handle sich um eine Ausgleichsfläche“, versuchte Bürgermeister Andreas Scharf die Anmerkungen den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung nachvollziehbar zu erläutern.

Vor allem die Endbewertung, dass erhebliche Bedenken vorliegen, konnte er nicht nachvollziehen. „Der Hügel gerät damit in die gleiche Kategorie wie große Windkraftanlagen oder Industriegebiete“, kommentierte er und drückte damit aus, dass er die Stellungnahme hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit als deutlich überzogen ansehe. „Für mich entsteht fast der Eindruck, dass hier ein bewusstes Eingreifen in die Planungshoheit der Kommune versucht wird“, sagte er sichtlich erregt zum Abschluss der Erörterung. Der Gemeinderat stimmte den Begründungen der Verwaltung einstimmig zu; die erneute öffentliche Auslegung wird aufgrund der Änderung in den Begriffsbezeichnungen wieder erforderlich.

Bebauungsplan: Die Stellungnahmen zur 1. Änderung des Bebauungsplanes „L25 (Gewerbegebiet Via Claudia)“ brachten keine tief greifenden Überraschungen. Durch eine planerische Flächenverschiebung unmittelbar nördlich des Lidl-Zentrallagers war das Verfahren notwendig geworden. Nach kurzer Erörterung der Einwände setzte der Gemeinderat die Änderung in Kraft.

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Freizeitanlage: Die in Lagerlechfeld am Rodelberg befindliche Freizeitanlage gehört aufgewertet; das war die einhellige Meinung bei einem Treffen von Jugendlichen und Experten für Skateranlagen, das vor Weihnachten vergangenen Jahres im Jugendhaus stattfand. „Die Kinder und Jugendlichen waren gut vorbereitet und präsentierten ihr umfangreiches Material mit Beispielen von Anlagen aus der Umgebung“, berichtete der Bürgermeister.

Viele Negativbeispiele wurden genannt

Zahlreiche Negativbeispiele seien genannt worden. Es stehe nur ein Basketballkorb zur Verfügung, der mit seiner Platzierung im Westen durch die Sonnenblendung ein Spiel spätnachmittags oder abends deutlich erschwere. Die für die Skater 2011 installierten und befestigten Skater-Elemente seien unflexibel, der Radhügel würde durch lediglich eine Trasse unattraktiv. Versuche, den Platz als Eisfläche zu nutzen, scheiterten an der Versickerung des Wassers.

Während eines Ortstermins mit Fachleuten Ende Januar sei festgestellt worden, dass sich die Topografie des Geländes gut eignen würde, um entlang der Aufschüttungen verschiedene Rampen zu betonieren. „Im Hügel könnte man Fahrwege für Biker anlegen. Wenn man dann noch die nicht mehr tauglichen Elemente ersetzt, könnte eine attraktive Anlage entstehen“, erläuterte Scharf dem Gremium, das die Verwaltung mit der Einholung von Angeboten vergleichbarer Anlagen beauftrage. Weiterhin werde mit dem Bauhof abgestimmt, welche Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden könnten.

Weitere Themen aus dem Gemeinderat:

Aufträge für die Sanierung der Turnhalle Lagerlechfeld wurden an die Firma Hoppe, Holzgerlingen, (Sportboden, 66000 Euro) und Makosch Heizungstechnik Bobingen (Heizung, Sanitär, Solar, 255000 Euro) vergeben. Die Grundschule erhält einen Klassensatz iPads, Auftragnehmer ist die Firma Eduxpert, Regensburg, die Auftragssumme etwa 11400 Euro.

Die Firma Aida erhielt den Auftrag für die Installation von Zeiterfassungssystemen in den Kindertageseinrichtungen, Auftragssumme brutto 6350 Euro. Der Gemeinderat beschloss, die Schließanlage für Kiga und Krippe der Villa Kunterbunt auf Transponder umzurüsten. Der gesamte Auftragsumfang liegt bei etwa 13000 Euro.

In Vollzug der Kooperationsvereinbarung Datenschutz mit dem Landkreis wurde Adrian Gutschon zum behördlichen Datenschutzbeauftragten bestellt. Zur Nutzungsänderung eines Einfamilienhauses zu einer Kinder- und Jugendwohneinrichtung an der Blumenstraße sowie der Errichtung eines Mehrgenerationenhauses mit zwei Wohneinheiten an der Lupinenstraße erteilte der Rat das gemeindliche Einvernehmen.

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