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Bobingen

06.03.2017

Freude am Lied macht Stimmen jung

Schon das Einsingen unter der Anleitung von Andreas Braßath macht den Teilnehmern am Senioren-Singkreis sichtlich Spaß. Jeden Donnerstag wird gemeinsam gesungen. Wer will, kann noch dazukommen.

Eine Initiative der Musikwerkstatt Bobingen bringt Senioren in einem Singkreis zusammen. Dabei zeigt sich, dass man in jedem Alter noch etwas lernen kann.

Es ist erstaunlich, was Chorleiter Andreas Braßath aus dem ersten, gemeinsam gesungenen Volkslied heraushört: „Unter euch sind einige Norddeutsche und einige Stimmen mit Chorerfahrung“, stellt er fest, nachdem die etwa 30 Senioren „Kein schöner Land“ gesungen hatten. Sie haben sich im Saal des alten Pfarrhauses zusammengefunden, um an dem Singkreis teilzunehmen, den Barbara Burann, die Leiterin der Musikwerkstatt Bobingen, initiierte. „Es soll ein Chor werden, bei dem die Freude am Singen und die Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Ohne Termindruck durch Proben für Konzertauftritte“, sagt sie.

Aus Liebe nach Bobingen

Als Chorleiter für das Projekt konnte sie den Kirchenmusiker Andreas Braßath gewinnen. Er hat Erfahrung mit dem Seniorensingen, denn in seiner Zeit als Kirchenmusiker bei St. Michael in München, hatte er ein ähnliches Projekt durchgeführt. Jetzt ist er in Augsburg bei St. Georg angestellt. Dabei hat ihn die Liebe nach Bobingen verschlagen, verrät er, denn er sei seit Langem mit der Bobinger Sopranistin Theresa Holzhauser verbandelt. Das erwärmt die Herzen in der Runde und so ist der gute Kontakt zu den Sängern schnell hergestellt.

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Eine von den „Norddeutschen“ ist Bärbel Krüger. Sie hat über die Gymnastikgruppe Silberfit von dem Singkreis erfahren. „Ich habe früher im Kirchenchor gesungen, aber dann lange nicht mehr. Jetzt habe ich wieder Lust“, sagt sie. Noch keine Chorerfahrung hat Hermine Herrmann aus Bobingen: „Aber ich singe gerne und will mal probieren, wie es ist.“

Und welchem Liedgut will sich der Singkreis widmen? „Zunächst einfache Lieder, um zu sehen, was Spaß macht und was die Stimmen hergeben. Volkslieder und auch Lieder im Dialekt sind wichtig“, erklärt Andreas Braßath.

Treffpunkt ist jeden Donnerstag

Und er versteht es, „seinen“ Sängern von Anfang an die Freude am Singen zu vermitteln. Das beginnt mit kleinen Übungen zur Lockerung und fürs Zwerchfell. Mit Zischlauten und Tonübungen werden alle Bereiche der Stimme aufgewärmt. Dass die Anwesenden an dem Projekt seit Beginn Freude haben, zeigt sich daran, dass einige spontan in der Liedpassage „dass wir uns hier in diesem Tal noch treffen so viel hundert Mal“ das „Tal“ durch „Saal“ ersetzten. Was das feine Ohr von Andreas Braßath natürlich auch wahrgenommen hat und für Erheiterung sorgt.

Das Gesangs-Projekt für Senioren ist ein Angebot, auf das offenbar viele gewartet haben. Jeder, der auch Lust auf gemeinsames Singen hat, kann teilnehmen. Treffpunkt ist jeden Donnerstag um 10 Uhr im alten Pfarrhaus gegenüber der Stadtpfarrkirche St. Felizitas.

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