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Königsbrunn

16.10.2017

Freude über den Quasi-Neubau

Freuten sich gemeinsam über die Eröffnung: (von links) Mia Grabolus, Sonja Kögel, Franz Feigl, Monika Voss und Jennifer Schwarz.
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Freuten sich gemeinsam über die Eröffnung: (von links) Mia Grabolus, Sonja Kögel, Franz Feigl, Monika Voss und Jennifer Schwarz.
Bild: Andrea Collisi

Nach einem Jahr Generalsanierung glänzt die Kita St. Ulrich nun mit modernstem Baustandard. 1,9 Millionen Euro wurden investiert. Was die Angestellten besonders glücklich macht.

Nach einem Jahr Renovierung und Ersatzheimat sind Kinder und Angestellte seit dem 1. September wieder zurück in der Kita St. Ulrich in Königsbrunn. Gestern, genau ein Jahr nach dem Umzug, wurde die runderneuerte Einrichtung von Kaplan Felix Siefritz wieder eingeweiht.

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Während der Bauarbeiten mussten die vier Kindergartengruppen das Gebäude räumen. 104 Kinder mussten weichen, dazu 15 Mitarbeiterinnen inklusive Reinigungspersonal und Köchin. 1000 Quadratmeter mussten leer geräumt werden. Die Möbel, die nicht in den Ausweichräumen untergebracht werden konnten, wurden im Pfarrzentrum Maria unterm Kreuz im Keller eingelagert – darunter die Möbel der Küche, die wiederverwendet wurden, und die Spielburgen, die nach der Sanierung ebenfalls wieder aufgebaut wurden.

Vier Gruppen werden aufgeteilt

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Bürgermeister Franz Feigl ging selbst von 1973 bis 1976 in den Kindergarten St. Ulrich und freute sich, dass er auch seine ehemalige „Kindergartentante“, wie sie damals genannt wurde,begrüßen durfte. Da die Stadt Königsbrunn keine Ausweichräume zur Verfügung stellen konnte, wurde eine „katholische“ Lösung gefunden. Zwei Gruppen wurden im Pfarrzentrum Zur Göttlichen Vorsehung untergebracht, zwei weitere in den Gemeinschaftsräumen der Altenwohnanlage Margeritenstraße schräg gegenüber. Diese Wohnanlage gehört dem St. Ulrichswerk. Für die Kirchenverwaltung der Göttlichen Vorsehung war es selbstverständlich, die Räume im Pfarrzentrum zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen, auch wenn dadurch das Pfarrzentrum für andere Veranstaltungen nicht nutzbar war.

Vor dem Umzug fanden im Pfarrzentrum und in den Gemeinschaftsräumen der Altenwohnanlage noch Umbauten statt, damit die Kinder dort betreut werden konnten. Dazu gehörten Einbauten in die Sanitärräume, damit die Kinder dort zurechtkommen, die kindgerechte Sicherung der Elektroanlagen, die Absicherung des Pfarrgartens, damit die Kinder eine Außenspielfläche haben und vieles mehr.

Belastung vor allem für die Eltern

Der mittlerweile verabschiedete Pfarrer Bernd Weidner hatte sich schon in seiner Neujahrsansprache für die Flexibilität aller Beteiligten bedankt. Besonders belastend war es für Eltern, die Kinder im Krippen- und im Kindergartenalter hatten. Da die Krippe am Standort der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße verblieb, mussten sie täglich zwei Einrichtungen ansteuern. Von der Leitung der Einrichtung und vom Team war ebenfalls viel Flexibilität gefordert, waren sie doch ein Jahr lang auf drei Standorte verteilt.

Aber dank der sorgfältigen Planung und Betreuung von Architektin Monika Voss und Bauleiter Franz Kollmann gingen die Sanierungsmaßnahmen planmäßig und zügig vonstatten. Vom Kindergartengebäude blieb im Wesentlichen nur der Rohbau bestehen. Bis auf ein Pultdach wurden sämtliche Dächer neu aufgebaut, alle Heiz- und Wasserleitungen wurden erneuert, die Fassade bekam einen Vollwärmeschutz und einen neuen Putz. Die Heizungsanlage, alle Fenster, alle Oberlichter, alle Außentüren, alles neu. Die Innentüren konnten überarbeitet und wiederverwendet werden.

Die Elektrik wurde sämtlich neu verlegt und ist auf dem neuesten Stand. Die Köchin, die täglich 120 Kinder mit einem Mittagessen versorgt, freut sich über neue, leistungsstarke Elektrogeräte und eine neue Spülküche. Und alle sind froh, dass es im Gebäude nicht mehr zieht und dass bei starkem Regen oder bei Schneeschmelze keine Eimer mehr aufgestellt werden müssen. Insgesamt besitzt das Kindergartengebäude nunmehr Neubaustandard und erfüllt alle Vorgaben hinsichtlich Wärmeschutz, Gebäudesicherheit und Hygiene.

Elternbeirat spendet Fahrzeuge

Die Elternbeiratsvorsitzende Jennifer Schwarz sagte: „Das Umbaujahr verging im Flug, wobei sich das gesamte Team bemühte, im Kindergartenalltag im Ausweichquartier trotz Einschränkungen alles liebevoll und abwechslungsreich zu gestalten.“ Der Elternbeirat hat zur Einweihung sechs Fahrzeuge , Kettcar, Bobbycar und Roller gespendet.

Insgesamt wurden dafür fast 1,9 Millionen Euro verbaut, die sich die Stadt Königsbrunn, die öffentliche Hand, die Bischöfliche Finanzkammer und die Kirchenstiftung „St. Ulrich“ teilen. „Was sind Zahlen, was sind lange Beratungen und Sitzungen? Das Ergebnis ist das, was zählt. und das ist hier eine Stätte, in der sich Kinder und alle Mitarbeiter wohlfühlen“, sagte Bürgermeister Feigl.

Vor der feierlichen Einweihung gab es in der Kirche St. Ulrich einen Gottesdienst, bei dem die Kindergartenkinder ein Stück zum Thema Freundschaft aufführten.

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