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Konzert

24.04.2019

Frühlingslieder treffen auf Popsongs

Zum großen Finale rockten die Brasserei, das Projekt „Beathof“ und die Bläserklassen gemeinsam unter der Leitung von Valentin Scherer, unterstützt durch Dominik Scherer (vor der Bühne links).
Bild: Uwe Bolten

Mit einem neuen Konzept veranstaltet der Musikverein Großaitingen sein jährliches Jugendkonzert. Warum die Jugendblaskapelle unter dem jetzigen Leiter einen neuen Namen hat

Wenn ein Elefant in die Disco geht, bedeutet nicht unweigerlich viele Scherben wie im Porzellanladen, sondern ist ein Zeichen konsequenter Probenarbeit von Nachwuchsmusikern. Der Titel vom tanzenden Dickhäuter gehörte zum Repertoire der Bläserklassen, die gemeinsam mit der Flötengruppe und der sogenannten Brasserei beim Jugendkonzert des Musikvereins Großaitingen auf der Bühne standen.

Der große Beifall in der voll besetzten Sporthalle, die jede Formation der jungen Musiker erhielt, gab den Machern rund um die Jugendleiter Johannes Mayr und Franziska Kassel recht. Den Bläserklassen unter der Leitung von Georg Weihmayer, zum Teil erst ein halbes Jahr an den Instrumenten, war mit kurzen Stücken wie der „Sternpolka“ oder „Let’s Play“ kaum noch ihre Nervosität anzumerken. In ihren blauen T-Shirts lieferten sie eine sehr solide Leistung, die sogar schon mehrstimmige Registerteile enthielt. Mit sieben weiteren Stücken erfreute die Flötengruppe unter Gabriele Riemann das Publikum, das auch den angebotenen Kaffee und Kuchen zugunsten der Jugendarbeit gerne annahm. Das hauptsächlich aus Frühlingsliedern bestehende Repertoire zeigte eindrucksvoll, wie weit Kinder der ersten beiden Schulklassen mit konsequentem Üben kommen können.

Eine große Veränderung kündigte Musiklehrer Valentin Scherer mit der Brasserei an. Zum Januar des Jahres hatte er die Leitung der Jugendblaskapelle von Rudi Seitz übernommen und geht seitdem einen eigenen Weg, der sich auch im Namen niederschlägt. „Abgeleitet vom englischen Namen Brass für Blechbläser ist nicht nur der Name modernisiert. Die Freude beim Musizieren von gemeinsam gewählten Stücken soll im Vordergrund stehen“, sagte er, bevor die rund 20 Musiker auf der Bühne mit Pop- songs von Clueso und den Fantastischen Vier das Publikum mitrissen. Zusammen mit dem „Beathof“, einem innovativen Musikschulkonzept mit Heimat in Leitershofen, ertönte passend zur gemeinsamen Leistung das Stück „Auf uns“ des Augsburger Sängers Andreas Bourani. „Wir wollen im ,Beathof‘ unsere Schüler relativ schnell zu gemeinsamen Erlebnissen wie Auftritte bringen. Dadurch wird der Spaß an der Musik gefördert, die Ergebnisse geben ein starkes Selbstwertgefühl“, erläutert er ergänzend zur Zusammenarbeit seiner Musikschule mit dem Musikverein Großaitingen. Das große Finale belegte genau diesen Ansatz. Alle beteiligten Musiker, mit Ausnahme der Flötenkinder, sorgen mit dem Queen-Klassiker „We Will Rock You“ für ein begeistertes Publikum und sehr glückliche Jungmusiker. Die Lebendigkeit der von allen Musikern präsentierten Stücke und die authentische Spielweise passten genau zum Spruch von Louis Armstrong, der die Titelseite des Musikvereins im Internet schmückt: „Es gibt nur zwei Arten von Musik: gute und schlechte. Es kommt nicht darauf an, was du spielst, sondern wie du spielst.“

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