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10.03.2009

Fünf Euro mehr pro Haushalt und Monat

Bobingen Nun ist es amtlich. Wie bereits im Vorfeld berichtet, steigen in Bobingen die Abwassergebühren um 50 Cent auf 1,49 Euro pro Kubikmeter. Die satte Erhöhung wird in einem Zuge durchgeführt und bereits zum 1. April wirksam.

Bereits in der Vergangenheit waren bei den Bobinger Stadtwerken im Abwasserbetrieb aufgrund rückläufiger Einleitmengen und erhöhter Sachkosten Verluste aufgelaufen, sodass die bisherigen Gebühren im Rathaus bei Weitem nicht mehr als kostendeckend gelten. Hinzu kommt, dass die mittlerweile 34 Jahre alte Elektrotechnik komplett erneuert werden muss. Das bedeutet nun zusätzliche Kosten für die Stadt.

Dass eine Gebührenerhöhung um 50 Cent auf 1,49 Euro pro Kubikmeter unumgänglich ist, um die aufgelaufenen Verluste in angemessener Zeit abbauen und künftig wieder kostendeckend zu arbeiten, darüber bestand bereits in den Vorberatungen im Stadtrat fraktionsübergreifend Einigkeit.

Für Diskussion und Verwunderung, nicht nur bei der CSU, sondern auch bei den Grünen, sorgte allerdings ein aktueller SPD-Antrag, wonach die Gebührenerhöhung auf zwei Termine (1. April 2009 und 1. Januar 2010) aufgesplittet werden sollte. Als Grund hierfür nannte Stefan Wild ( SPD), dass die Bürger bereits durch gestiegene Energiekosten belastet seien und zudem viele durch Kurzarbeit oder Ähnliches finanzielle Einbußen hätten.

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Ferdinand Seitz und Herwig Leiter (CSU) hatten zwar durchaus Verständnis für ein solches Ansinnen. Andererseits sei die Anhebung dringend notwendig, um die Finanzen der Stadtwerke wieder ins Lot zu bekommen. Nachdem in den Vorgesprächen klarer Konsens bestanden habe, dass angesichts der erforderlichen drastischen Erhöhung ein geschlossenes Auftreten des Stadtrates erforderlich sei, zeigten sie sich doch sehr verwundert über den SPD-Vorstoß.

Antrag zurückgezogen

Bürgermeister Bernd Müller und Stadtwerkechef Manfred Geier bestätigten zwar, dass durch die Aufsplittung der Erhöhung auf zwei Termine die Kalkulation der Stadtwerke nicht zusammenbreche. Letztendlich zog die SPD jedoch ihren Antrag zurück, sodass die Gebührenerhöhung in einem Zug zum 1. April erfolgen kann.

Dies, so waren sich die Räte einig, sei der Öffentlichkeit auch vermittelbar, da die Erhöhung für einen Durchschnittshaushalt nur eine Mehrbelastung von fünf Euro pro Monat bedeute und wirtschaftlich notwendig sei. Außerdem liege Bobingen auch künftig noch im Mittelfeld der Abwassergebühren im Vergleich mit umliegenden Orten.

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