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05.06.2009

Fünf Jugendliche machen sich stark für ihr Projekt

Oberottmarshausen Meistens sind es Anträge von Firmen oder zukünftigen Bauherren, über die der Gemeinderat zu beraten hat. Jetzt wendeten sich in Oberottmarshausen fünf Jugendliche mit einem Brief an Bürgermeister Gerhard Mößner. Ihr Anliegen: Die Erneuerung und Erweiterung des örtlichen Skaterparks.

So kamen die Dreizehn- und Vierzehnjährigen als Zuhörer in die vergangene Gemeinderatssitzung und warteten gespannt auf "ihren" Tagesordnungspunkt. "Etwas langweilig war es schon", bekannte Fabian Weigang im Gespräch mit unserer Zeitung.

Michael Aigner hatte erwartet, dass die Gemeinderäte mehr über ihr Ansinnen diskutieren würden. Aber immerhin stellte der Bürgermeister ihren Antrag vor und versprach den Jugendlichen, ihr Anliegen wohlwollen anzugehen, "auch wenn es nicht von heute auf morgen geht".

Der Boden des Platzes ist rau und löcherig. "Wenn man hinfällt, reißt man sich alles auf", weiß Simon Muff aus leidvoller Erfahrung zu berichten. Zudem wünschen sich die Oberottmarshausener Skater eine Halfpipe und eine Funbox. Die fünf Schüler sind erfahrene Inliner- und Skateboard-Fahrer, ihnen bietet die heimische Anlage keine Herausforderung mehr. "Es ist hier zum Beispiel nicht steil genug", konkretisiert Jonas Kaiser einen Schwachpunkt der Oberottmarshausener Anlage.

Fünf Jugendliche machen sich stark für ihr Projekt

Die Jugendlichen wollen direkt am Ort skaten

Deshalb machen sich die fünf manchmal auf den Weg nach Königsbrunn oder Bobingen, um dort auf den Skaterplätzen zu fahren. Doch im eigenen Ort kann man sich viel spontaner und zwangloser treffen, finden die Jugendlichen. Deshalb wendeten sie sich an den Bürgermeister.

Daniel Winter schrieb den Brief an das Gemeindeoberhaupt und Fabian hatte die Idee, zusätzlich Unterschriften zu sammeln.

Drei Tage lang zogen die Jugendlichen in Oberottmarshausen von Tür zu Tür und baten um Unterstützung. Ungefähr einhundert Unterschriften bekamen die Jungs zusammen und nur ein einziges Mal erhielten sie eine unfreundliche Abfuhr.

Unterstützung auch von den Eltern

Und auch wenn die Jugendlichen für ihren Antrag alles alleine bewerkstelligen mussten, so haben sie doch die volle emotionale Unterstützung ihrer Eltern. "Ganz toll", finden Petra Kaiser und Regina Muff das Vorgehen der Schüler und auch Birgit Aigner lobte die Eigeninitiative der Jugendlichen, die hier für ihre Interessen eintreten.

Aigners Sohn Michael gibt sich indessen optimistisch, dass der Antrag umgesetzt wird: "Bei den Eisstockschützen hat es ja auch geklappt". Auf jeden Fall wollen die Jugendlichen wieder zur Gemeinderatsitzung gehen, wenn "ihr" Anliegen auf der Tagesordnung steht.

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